ZVEI fordert schnelle Modernisierung des Stromnetzes mit Steuerungssystemen und digitalem Produktpass

Jakob Mayer
Jakob Mayer
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Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarmodulen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras und Wasser, mit einem Zug, der auf einem Bahnsteig in der Nähe fährt.Jakob Mayer

ZVEI fordert schnelle Modernisierung des Stromnetzes mit Steuerungssystemen und digitalem Produktpass

Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat zwei zentrale Maßnahmen zur Modernisierung des deutschen Stromnetzes hervorgehoben: die beschleunigte Einführung von Steuerungssystemen und die Implementierung eines Digitalen Produktpasses 4.0 (DPP4.0). Beide Vorhaben sollen die Flexibilität, Effizienz und Transparenz im Energiesektor deutlich steigern.

Bis Ende 2024 hatten rund 15 deutsche Verteilnetzbetreiber – darunter Bayernwerk, Westnetz und E.DIS – Pilotprojekte für intelligente Netzteuerungssysteme gestartet. Doch wie Berichte der Bundesnetzagentur und Studien des VDE zeigen, gibt es weiterhin erhebliche Hindernisse: hohe Implementierungskosten, Cybersecurity-Risiken, fehlende Standardisierung und regulatorische Hürden bremsen den Fortschritt.

Der ZVEI betont, dass Einzelversuche nicht ausreichen. Für spürbare Verbesserungen seien eine flächendeckende Einführung, klare technische Schnittstellen und stabile regulatorische Rahmenbedingungen unverzichtbar. Ab 2026 soll die Ausrollung dieser Systeme an Fahrt gewinnen, mit dem Ziel, die Umsetzung bis 2027 abzuschließen.

Parallel dazu zielt die DPP4.0-Initiative auf den Aufbau eines vertrauenswürdigen, durchgängigen Datensystems ab. Der digitale Pass würde den gesamten Lebenszyklus eines Produkts dokumentieren und so die Transparenz und Qualität im Netzbetrieb erhöhen. Entscheidend für den Erfolg sind eine breite Branchenbeteiligung, ein unabhängiges Datenökosystem und die Einbindung in einen sicheren, interoperablen Digitalraum.

Die technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges Stromnetz sind bereits vorhanden. Experten fordern jedoch eine schnellere Standardisierung, konsequente Umsetzung und die Schließung bestehender Integrationslücken. Nur so lasse sich ein widerstandsfähigeres, flexibleres und effizienteres Energiesystem in Deutschland aufbauen.

Der ZVEI-Plan sieht vor, die Steuerungssysteme auszuweiten und den DPP4.0 bis 2027 umzusetzen. Gelingt dies, könnte das die Netzstabilität und Datentransparenz deutlich verbessern. In der nächsten Phase kommt es darauf an, dass Hersteller, Regulierungsbehörden und Netzbetreiber enger zusammenarbeiten, um die verbleibenden Hindernisse zu überwinden.

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