Hunderte protestieren gegen geplante Atommüll-Transporte nach Ahaus

Tobias Lehmann
Tobias Lehmann
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Personen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Tobias Lehmann

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren gegen geplante Atommüll-Transporte nach Ahaus

Rund 450 Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen hochradioaktiven Materials aus Forschungszentren in ganz Deutschland. Organisiert wurde die Aktion von Klimagruppen und weiteren Initiativen.

An der Protestaktion beteiligten sich 58 verschiedene Initiativen und Verbände. Im Mittelpunkt stand der geplante Transport von bis zu 152 Castor-Behältern mit radioaktivem Abfall. Diese sollen in den kommenden Jahren von Jülich, Garching und Berlin zu einem Zwischenlager nach Ahaus gebracht werden.

Kritiker monieren, dass die Verlegung des Mülls zwischen provisorischen Standorten wenig sinnvoll sei, solange es keinen dauerhaften Entsorgungsplan gebe. Der erste Transport aus Jülich ist nach einem Gerichtsurteil nun für die Woche des 3. März 2026 vorgesehen. Aktivisten befürchten jedoch, dass er sogar früher beginnen könnte – noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen am 26. März.

Gegner der Atomtransporte äußern seit Langem Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken während des Transports. Zudem hinterfragen sie die Logik, gefährliches Material zwischen Zwischenlagern hin- und herzuschieben, anstatt eine langfristige Lösung zu finden.

Die Demonstration unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen Atomtransporte. Da der erste Transport möglicherweise bereits im nächsten Jahr beginnen soll, sind weitere Proteste zu erwarten. Die Behörden werden sich mit den öffentlichen Sorgen über die Sicherheit und das Fehlen eines Endlagers auseinandersetzen müssen.

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