Ohligs Cityring in Solingen: Streit um Parkplatz-Streichungen und Handelsbelastung

Miriam Weber
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Eine Stadtstraße mit einem Fahrradweg, Fahrzeugen, Radfahrern, Laternenpfählen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem Geländer, unter einem sichtbaren Himmel.Miriam Weber

Ohligs Cityring in Solingen: Streit um Parkplatz-Streichungen und Handelsbelastung

Pläne zur Umgestaltung des Ohligs Cityrings in Solingen stoßen auf heftigen Widerstand

Die Pläne zur Neugestaltung des Ohligs Cityrings in Solingen haben bei lokalen Verantwortungsträgern scharfe Kritik ausgelöst. Bezirksbürgermeister Tim Westkämper bezeichnete die Vorschläge als "Relikt aus der rot-grünen Ära" und warnte, sie würden Unternehmen und Anlieger in Dortmund benachteiligen. Das umstrittene Vorhaben könnte bis zu 170 Parkplätze in der Bergstraße, Bahnhofstraße, Wilhelmstraße und im weiteren Cityring-Bereich beseitigen.

Die CDU-Fraktion nannte die aktuellen Umgestaltungspläne bei einer jüngsten Sitzung des Bezirksrates OAM "inakzeptabel". Der Tagesordnungspunkt zu den Zufahrtswegen wurde nach heftiger Kritik vertagt. Westkämper warf der Stadtverwaltung vor, Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation zu ignorieren, und betonte: "Parkflächen einfach zu streichen, ist keine vernünftige Politik."

Er unterstrich, dass der Verlust von Stellplätzen – 70 durch die Cityring-Umgestaltung und weitere 100 durch eine geplante Fahrradroute – den ohnehin schon kämpfenden Einzelhandel in Ohligs hart treffen werde. Die Geschäfte hätten bereits mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen, und weniger Parkmöglichkeiten könnten die Lage weiter verschärfen.

Obwohl Westkämper Nachbesserungen forderte, plädierte er zugleich für einen besseren Dialog mit betroffenen Händlern und Anwohnern. Er bestehe darauf, dass "Qualität vor Tempo" gehen müsse, und setzte sich für Lösungen ein, die Konflikte zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern nicht weiter vertiefen. Trotz seiner Kritik zeigte er sich gesprächsbereit und versprach, einen "vernünftigen Kompromiss" zu suchen, der alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt.

Die Vertagung der Abstimmung bedeutet, dass die Pläne nun einer weiteren Prüfung unterzogen werden. Westkämpers Intervention setzt die Stadt unter Zugzwang, ihren Ansatz zu überarbeiten. Jede endgültige Entscheidung wird die Verkehrsänderungen mit den Bedürfnissen der lokalen Unternehmen und Anlieger in Dortmund in Einklang bringen müssen.

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