Großsprengung im Kraftwerk Ibbenbüren markiert Ende einer Ära der Kohleenergie

Jakob Mayer
Jakob Mayer
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Große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, einer Wand im Hintergrund und Metallobjekten mit einer Tafel unten.Jakob Mayer

Großsprengung im Kraftwerk Ibbenbüren markiert Ende einer Ära der Kohleenergie

Kraftwerk Ibbenbüren: Großsprengung am Sonntag, 22. Februar

Am Sonntag, dem 22. Februar, wird das Kraftwerk Ibbenbüren eine großangelegte kontrollierte Sprengung durchlaufen. Drei zentrale Bauwerke – der Schornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage – werden im Rahmen einer präzise geplanten Aktion zu Boden gehen. Die Behörden haben umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen für Anwohner und Besucher getroffen.

Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr vorgesehen; die umliegende Sperrzone soll voraussichtlich bis mittags wieder freigegeben werden – vorbehaltlich abschließender Sicherheitskontrollen. Rund 190 ortsansässige Bürger sowie 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) leben im betroffenen Bereich. Sie müssen das Gebiet bis 8:00 Uhr am Sprengtage verlassen. Zudem werden alle Zufahrtsstraßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet.

Für einen reibungslosen Ablauf werden etwa 120 Einsatzkräfte vor Ort stationiert. Drohnenflüge im Umkreis von 100 Metern um das Kraftwerk sind an diesem Tag strikt untersagt. Auch das Parken auf Straßen innerhalb der Sperrzone ist verboten, um die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge freizuhalten.

Anwohner und Interessierte können die Sprengung von einem eigens eingerichteten Veranstaltungsbereich am Rand der Sperrzone aus verfolgen. Kostenlose Taxidienste stehen für den Transport zur Verfügung. Bei Fragen schaltet die Stadtverwaltung unter der Rufnummer +49 5451 931-3200 ab 7:00 Uhr eine Hotline des Amts für Recht, Ordnung und Bürgerservice.

Die Sprengung reiht sich in eine Reihe ähnlicher Abrisse in Deutschland ein: Seit 2021 wurden hierzulande etwa acht bis zehn Kohlekraftwerke – darunter Moorburg in Hamburg, Niederaußem bei Köln und Teile des Kraftwerks Heyden in Hamm – im Zuge des Kohleausstiegs durch kontrollierte Sprengungen abgerissen.

Die Aktion markiert einen weiteren Schritt in Deutschlands Energiewende weg von der Kohleverstromung. Mit höchster Priorität auf Sicherheit haben die Behörden Evakuierungen, Straßensperrungen und Notfallmaßnahmen koordiniert. Anwohner und Zuschauer können das Ereignis aus ausgewiesenen Bereichen verfolgen – stets unter Einhaltung strenger Vorgaben.

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