Fünf Städte im Bergischen Land gehen gemeinsam gegen organisierte Kriminalität vor

Jakob Mayer
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Eine Karte der Strategischen Allianz Cyber Crime Working Group mit verschiedenen Organisationen, die durch unterschiedliche Farben vertreten sind, umgeben von ihren Logos und Namen in fetter schwarzer Schrift.Jakob Mayer

Fünf Städte im Bergischen Land gehen gemeinsam gegen organisierte Kriminalität vor

Fünf Städte im Bergischen Land haben eine gemeinsame Initiative zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität gestartet. Das neue Gemeinsame Koordinierungszentrum (GeKo) konzentriert sich auf die Aufdeckung krimineller Netzwerke, Sozialbetrug und Geldwäsche. Mit einer Landesförderung von 280.000 Euro soll das Projekt die lokale Zusammenarbeit stärken und das Vertrauen der Bürger in demokratische Institutionen festigen.

Das GeKo dient als zentrale Schnittstelle für den Informationsaustausch, die Risikobewertung und die Entwicklung von Strategien gegen grenzüberschreitende Kriminalität in der Region. Zu den Schwerpunkten zählen Banden- und Clankriminalität, Menschenhandel, Scheinfirmen sowie Problemimmobilien. Zudem berät die Einrichtung bei Vollstreckungsmaßnahmen und arbeitet mit Bundes- und Landesbehörden wie Zoll, Polizei und Finanzermittlungsstellen zusammen.

Stefan Grawe, der in Wuppertal ansässig ist, wurde mit der Leitung der Initiative betraut. Die fünf beteiligten Kommunen tragen gemeinsam die Personalkosten und sichern eine langfristige organisatorische Struktur. Anders als vergleichbare Zentren in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern – die sich oft auf spezifische Delikte wie Cyberkriminalität konzentrieren – verfolgt das GeKo Rhein-Wupper einen breiteren Ansatz gegen organisierte Kriminalität.

Das Projekt nutzt das Fachwissen kommunaler Teams aus Gewerbeaufsicht, Außendienst und Liegenschaftsverwaltung, um Ermittlungsansätze für die Strafverfolgungsbehörden zu entwickeln. Thomas Hunsteger-Petermann, Landesbeauftragter von Nordrhein-Westfalen, betonte die Bedeutung der lokalen Zusammenarbeit, um gemeinsame Herausforderungen wirksam zu bewältigen. Das Landesprogramm "Interkommunale Zusammenarbeit" stellt sowohl Fördermittel als auch Fachunterstützung für die Initiative bereit.

Ziel des GeKo ist es, kriminelle Strukturen zu zerschlagen und öffentliche Einrichtungen zu schützen. Durch die Bündelung von Ressourcen und Know-how streben die fünf Städte eine höhere Ermittlungseffizienz an und wollen das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen. Der langfristige Rahmen der Einrichtung sichert eine nachhaltige Zusammenarbeit bei der Schädlingsbekämpfung von organisierter und Wirtschaftskriminalität.

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