Dorothee Daun führt Solinger Inklusionskampf mit neuem Team an
Dorothee Daun führt Solinger Inklusionskampf mit neuem Team an
Beirat für Menschen mit Behinderungen in Solingen wählt Dorothee Daun erneut zur Vorsitzenden der Arbeitsgruppe SelbstAktiv
Bei der jüngsten Sitzung des Solinger Beirats für Menschen mit Behinderungen wurde Dorothee Daun wieder zur Vorsitzenden der Arbeitsgruppe SelbstAktiv gewählt. Zudem wurden Oliver Backhaus und Yesim Özem zu ihren Stellvertretern ernannt. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand die Stärkung der Inklusion in der Stadt – mit Forderungen nach mehr Sichtbarkeit bei kulturellen Veranstaltungen und Widerstand gegen Kürzungen bei der Finanzierung.
An der Sitzung nahmen langjährige Kämpfer für die Rechte von Menschen mit Behinderungen teil. Dorothee Daun, die sowohl Autismus Rhein-Wupper als auch den Paritätischen Wohlfahrtsverband leitet, engagiert sich seit Jahrzehnten für Inklusion in Solingen. Die ehemalige Stadträtin, die über 30 Jahre im Gemeinderat tätig war, setzt sich nun auf regionaler Ebene für strukturelle Veränderungen ein.
In der Debatte kritisierte Daun anhaltende Probleme in der Behindertenhilfe, darunter chronische Unterfinanzierung und unklare Zuständigkeitsverteilungen zwischen kommunalen, regionalen und Landesbehörden. Gastredner Josef Neumann von der Lebenshilfe NRW unterstrich diese Bedenken und verwies auf eine aktuelle Kampagne gegen geplante Kürzungen bei Integrationshelfern in Nordrhein-Westfalen.
Oliver Backhaus, Medienökonom und Vorsitzender des Vereins Barrierefreier Zugang, betonte die Notwendigkeit, dass sich die Arbeitsgruppe stärker für die Interessen von Menschen mit Behinderungen einsetzt. Der seit 1985 auf einen Rollstuhl angewiesene Aktivist kündigte an, sich gegen jeden Versuch zur Kürzung von Leistungsansprüchen zu wehren. Yesim Özem, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeitet und sich ehrenamtlich im Werkstattrat engagiert, forderte mehr Inklusion im Solinger Kulturleben. Als konkreten Schritt schlug sie einen inklusiven Karneval vor, um Fortschritte sichtbarer zu machen.
Seit 2016 hat Solingen Fortschritte in Sachen Inklusion erzielt, als neue Richtlinien in Kraft traten. 2018 eröffnete die Stadt das Inklusionszentrum Solingen, das Ausbildungsangebote für junge Menschen mit Behinderungen bereitstellt. 2020 startete die Initiative Bündnis für Inklusion, um öffentliche Räume barrierefrei zu gestalten. Eine 2022 erlassene Verordnung änderte das Schulgesetz, sodass inklusive Klassen an allen Grundschulen verpflichtend wurden. Beschäftigungsprogramme wie Solingen inklusiv arbeitet haben zudem über 500 Menschen mit Behinderungen in städtische Arbeitsplätze integriert – mit dem Ziel, die Zahlen bis 2025 weiter zu steigern.
Die Arbeitsgruppe wird sich weiterhin für bessere Finanzierung, klarere politische Rahmenbedingungen und mehr öffentliche Teilhabe einsetzen. Daun, Backhaus und Özem werden die Bemühungen leiten, strukturelle Lücken zu schließen und gleichzeitig die bestehenden Inklusionsprojekte in Solingen auszubauen. Zu den nächsten Schritten gehören der Widerstand gegen Leistungskürzungen sowie die Suche nach neuen Wegen, um Inklusion fest in der lokalen Kultur zu verankern.
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