Das Ende der Kölnischen Rundschau: 50 Jobs weg, Medienvielfalt in Gefahr
Das Ende der Kölnischen Rundschau: 50 Jobs weg, Medienvielfalt in Gefahr
Die Kölnische Rundschau wird zum 1. April 2026 ihre Redaktion schließen, wie die Verlage DuMont und Heinen Verlag bestätigt haben. Über 50 Arbeitsplätze fallen weg, allerdings sollen rund 30 neue digitale Stellen beim Kölner Stadt-Anzeiger und in anderen Bereichen der DuMont-Gruppe geschaffen werden. Die Entscheidung markiert das Ende der unabhängigen Arbeit der Zeitung nach Jahrzehnten im Kölner Mediengefüge.
Die Schließung wurde vom Journalisten Markus Überall auf LinkedIn bekannt gegeben, wo er die Nachricht als tiefgreifend erschütternd bezeichnete. Er hatte gehofft, bei der Rundschau eine langfristige Karriere aufzubauen, und nannte sie sein "journalistisches Zuhause". Nun sucht er nach neuen beruflichen Chancen – ob in Köln, im Rheinland oder in ganz Nordrhein-Westfalen, sei es im Medienbereich oder in anderen Branchen.
Im Rahmen der Umstrukturierung verlieren etwa 30 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Stellen. Johannes Heinen, Teil der Verlagsführung, hat "faire Abfindungsregelungen" für die Betroffenen zugesagt. Die verbleibenden Beschäftigten werden in den Kölner Stadt-Anzeiger oder andere DuMont-Projekte wechseln, mit einem Schwerpunkt auf der digitalen Expansion.
Überall wies zudem auf größere Bedenken hin, darunter die Auswirkungen auf die Medienvielfalt in der Region. Laut verfügbaren Unterlagen gab es in den vergangenen fünf Jahren bei keinem anderen großen lokalen Medium in Köln oder Nordrhein-Westfalen vergleichbare großflächige Schließungen oder Umstrukturierungen.
Die Einstellung der Kölnische Rundschau tritt Anfang 2026 in Kraft und wird die Medienlandschaft der Stadt nachhaltig verändern. Zwar wechseln einige Mitarbeiter in neue digitale Positionen, doch viele stehen vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Die Verlage haben Unterstützung für die Ausscheidenden zugesagt, doch das Verschwinden der Zeitung hinterlässt eine Lücke im Kölner Pressespektrum.
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