Kölner Dom führt 2026 Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit

Miriam Weber
Miriam Weber
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Foto des Kölner Doms in Köln, Deutschland, ein majestätisches Gebäude mit hohen Türmen und detaillierten Verzierungen, umgeben von Bäumen, Straßenlaternen, Straßenlaternen und Menschen, die auf der Straße gehen, mit dem Himmel im Hintergrund.Miriam Weber

Minister Liminski betritt weiterhin kostenlos den Kölner Dom - Kölner Dom führt 2026 Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit

Kölner Dom führt ab Juli 2026 Eintrittsgeld für Touristen ein

Ab Juli 2026 wird der Kölner Dom für Touristen, die sein Inneres besichtigen möchten, ein Eintrittsgeld erheben. Die genaue Höhe der Gebühr steht noch nicht fest, soll aber in den kommenden Wochen festgelegt werden. Mit der Maßnahme soll die laufende Erhaltung des Doms finanziert werden, die jährlich Millionen kostet.

Die Entscheidung fällt zu einer Zeit, in der die historische Stätte – die jährlich rund sechs Millionen Besucher anzieht – mit steigenden Instandhaltungskosten konfrontiert ist. Der Großteil der Besucher sind Touristen, während Gläubige und Gottesdienstbesucher weiterhin von der Gebühr befreit bleiben.

Nathanael Liminski, Europaminister von Nordrhein-Westfalen, hatte zunächst Bedenken gegen die Erhebung eines Eintrittsgelds für ein Gotteshaus geäußert. Mittlerweile unterstützt er den Plan jedoch, da er die finanziellen Belastungen der Unterhaltung des Doms verdeutlichen werde. Zudem betonte er, dass der Dom durch ein transparentes Finanzierungskonzept frühere Kontroversen – wie etwa den Ablasshandel – vermeide.

Liminski, der dem Kölner Dombauverein angehört, scherzte über seine eigene Befreiung von der Gebühr: "Da muss es ja auch Vorteile geben, berüchtigt katholisch zu sein." Gleichzeitig fügte er hinzu, dass das neue System die Besucher stärker für die Erhaltungsbedürfnisse des Doms sensibilisieren werde.

Die Gebühr tritt Mitte 2026 in Kraft; die genauen Preise werden in Kürze bekannt gegeben. Während Touristen künftig Tickets erwerben müssen, bleibt der Zugang für Gläubige und Gottesdienstbesucher kostenfrei. Die Domführung versichert, dass die Neuregelung die Zukunft des Bauwerks sichern werde – ohne auf veraltete Finanzierungsmethoden zurückzugreifen.

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