Dortmunder Forscher entwickeln Hochvolt-Antriebe für die Elektroauto-Zukunft

Anton Günther
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Ein Plakat mit einem Auto und Text, der eine Steuergutschrift von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs in 2023 ankündigt.Anton Günther

Dortmunder Forscher entwickeln Hochvolt-Antriebe für die Elektroauto-Zukunft

Forscherinnen und Forscher der Fachhochschule Dortmund leiten ein neues, von der EU finanziertes Projekt zur Entwicklung von Hochvolt-Antriebssystemen für Elektrofahrzeuge. Die Initiative ODYSSEV vereint Universitäten und führende Unternehmen, um effizientere und skalierbare Technologien für die Elektromobilität der Zukunft zu schaffen. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des EU-Programms Horizon Europe; der offizielle Start erfolgte Anfang 2026 mit einer Auftaktveranstaltung in Zaragoza.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen zentrale Herausforderungen von Hochvoltsystemen – etwa Anforderungen an die Isolierung, Leistungsgrenzen von Halbleitern sowie die Wärmeentwicklung in Batterien beim Schnellladen. Durch den Betrieb mit höheren Spannungen lassen sich Energieübertragung und Ladevorgänge optimieren: Kabel können leichter ausfallen, und Wärmeverluste werden reduziert.

ODYSSEV deckt die gesamte Entwicklungs-kette ab – von fortschrittlichen Halbleiterlösungen bis zur Integration in kritische Komponenten wie Bordladegeräte und Traktionswechselrichter. Mithilfe digitaler Tools werden Designs virtuell optimiert, bevor physische Tests erfolgen. Dies beschleunigt nicht nur die Entwicklung, sondern senkt auch die Kosten.

Zum Konsortium zählen neben akademischen Einrichtungen auch Industriepartner wie Mitsubishi Electric Europe und ZF Friedrichshafen. Ihr Ziel ist es, die Einführung von Hochvolt-Technologie in Elektrofahrzeugen voranzutreiben und gleichzeitig höhere Sicherheitsstandards zu etablieren. Ein erster Prototyp wird auf der Teststrecke LaSiSe in Selm erprobt; das nächste Koordinationstreffen ist für Juni an der Fachhochschule Dortmund geplant.

Mit einer Laufzeit von 42 Monaten fügt sich das Projekt in die übergeordnete EU-Strategie ein, Europas Führungsrolle bei Antriebstechnologien für Elektrofahrzeuge zu stärken und die Klimaziele im Verkehrssektor zu unterstützen.

Bis Mitte 2029 soll ODYSSEV ein skalierbares, hoch-effizientes Antriebssystem für Elektrofahrzeuge entwickeln. Die Ergebnisse könnten künftige Standards für E-Mobilität prägen und Europas Position in der nachhaltigen Verkehrstechnologie festigen. In den kommenden dreieinhalb Jahren werden Tests und Entwicklungsarbeiten fortgesetzt; das Konsortium wird regelmäßig über Fortschritte informieren.

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