Schönheitschirurgen ohne Facharztausbildung wollen Augenfarbe dauerhaft ändern – doch die Risiken sind umstritten

Jakob Mayer
Jakob Mayer
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Das Gesicht einer Frau neben Text, der Dr. Scotts Elektrische Rasierer bewirbt.Jakob Mayer

"Dr. Rick und Dr. Nick" sind das unangenehmste Ding im Fernsehen - Schönheitschirurgen ohne Facharztausbildung wollen Augenfarbe dauerhaft ändern – doch die Risiken sind umstritten

Die Schönheitschirurgen Rick und Nick, darunter auch Desiree Nick, sind durch ihre ProSieben-Show bekannt geworden, in der sie spektakuläre Schönheitsverwandlungen durchführen. Das Duo, dem die Facharztanerkennung für plastische Chirurgie fehlt, plant nun, in Deutschland ein umstrittenes Verfahren zur Veränderung der Augenfarbe einzuführen.

Dr. Rick (Henrik Heuveldop) und Dr. Nick (Dominik Bettray) betreiben eine Klinik in München und sind die Stars einer TV-Sendung, in der sie das Aussehen von Menschen radikal umgestalten. In frühen Folgen erhielten Krebspatienten Filler-Spritzen – kombiniert mit Reisegutscheinen. Ab der zweiten Staffel lag der Fokus auf C-Prominenten, die sich extremen Beauty-Transformationen unterzogen.

Die beiden sehen sich als Pioniere und vergleichen ihre Arbeit mit der von Christoph Kolumbus. Ihr Motto "Alles lässt sich verbessern" gilt auch für den menschlichen Körper. Eine medizinische Assistentin namens Stefanie ließ sich sogar ihre Gesichter auf den Oberschenkel tätowieren – als Zeichen ihrer Verehrung.

Doch weder Rick noch Nick verfügen über eine Facharztausbildung für plastische Chirurgie. Rick darf den Titel "Doktor" rechtlich nicht führen, weil er nie eine Dissertation abschloss. Nun wollen sie Keratopigmentierung anbieten – eine Hornhaut-Tätowierung, die die Augenfarbe dauerhaft verändert. Das Verfahren, das um 2010 verfeinert wurde, ist bisher nur in spezialisierten Zentren wie der Universitäts-Augenklinik Mainz oder in privaten Praxen in Berlin und München erhältlich.

Das Duo erwägt zudem, Bronzebüsten von sich selbst in der Klinik aufzustellen – aus "kulturellen Gründen"*.

Sollte ihr Vorhaben genehmigt werden, wäre es das erste Mal, dass die Keratopigmentierung außerhalb von Augenkliniken angeboten wird. Damit setzen sie ihren Kurs fort, Grenzen in der Schönheitsmedizin auszureizen. Doch die Reputation ihrer Klinik – und die Risiken unbewährter Behandlungen – bleiben umstritten.

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