Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unser Silvester prägt – zwischen Lachen und Melancholie

Warum „Dinner for One“ seit 50 Jahren unser Silvester prägt – zwischen Lachen und Melancholie
Jedes Jahr zu Silvester schalten Millionen in Deutschland und Österreich ein, um Dinner for One zu sehen – eine kurze, doch ikonische Komödie. Die Handlung spielt in einem alten englischen Salon und begleitet Miss Sophie, eine betagte Aristokratin, und ihren Butler James bei einem Geburtstagsritual, das sowohl humorvoll als auch von stiller Traurigkeit geprägt ist. Die Tradition, den Sketch um Mitternacht auszustrahlen, begann 1972 und machte ihn zu einem kulturellen Dauerbrenner.
Die Geschichte spielt an Miss Sophies 90. Geburtstag. Sie gibt ein üppiges Dinner für ihre vier engsten Freunde – die jedoch längst verstorben sind. James, ihr treuer Butler, übernimmt ihre Rollen, wechselt zwischen den Plätzen und mimt jeden Gast. Das Mahl folgt strengen Regeln der Oberschicht: mehrere Gänge, dazu passende Getränke, alles ein Spiegel vergangener gesellschaftlicher Konventionen.
Im Laufe des Abends wird James durch die zahlreichen Trinksprüche immer betrunkener. Seine lallende Sprache und torkelnden Bewegungen brechen die förmliche Atmosphäre auf und verwandeln das feierliche Ritual in eine Farce. Doch hinter der Komödie verbirgt sich ein düsterer Unterton: die Einsamkeit des Alters, verdeckt durch leere Rituale und verblassten Glanz. Die Beliebtheit des Sketches in den deutschsprachigen Ländern rührt von dieser Mischung aus Absurdität und Melancholie her. Peter Frankenfeld festigte seinen Kultstatus, indem er ihn als Silvesterprogramm einführte. Seitdem ist Dinner for One fester Bestandteil der Feiertage – Jahr für Jahr gesehen, als Fest und zugleich als Reflexion über die vergängliche Zeit.
Mittlerweile eine jahrzehntealte Tradition, bleibt Dinner for One eine eigenwillige Verbindung aus britischer Klassensatire und universellem Humor. Die jährliche Ausstrahlung zieht weiterhin Zuschauer in ihren Bann und schenkt einen Moment des Lachers, durchzogen von der stillen Erkenntnis von Alter und Einsamkeit. Der anhaltende Reiz des Sketches liegt in seiner Fähigkeit, scharfen Witz mit einem nachdenklichen Blick auf gesellschaftliche Rituale zu verbinden.

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