15 March 2026, 12:09

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper – dann endet eine Ära

Eine Seite aus einem Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Ecke und eines Lochs, die als Plan des Opernhauses von 1845 gilt, begleitet von Text, der die Architektur des Theaters beschreibt.

Generalmusikdirektor Jurowski: Kein Plan für nach 2029 - Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 an der Bayerischen Staatsoper – dann endet eine Ära

Wladimir Jurowski bleibt bis 2029 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper. Sein ursprünglich um zwei Jahre verlängertes Engagement wurde später um ein weiteres Jahr verlängert. Unterdessen hat Operndirektor Serge Dorny seine Position bis mindestens 2031 gesichert.

Jurowskis Tätigkeit an der Bayerischen Staatsoper begann 2012, wobei historische Aufzeichnungen nicht genau verzeichnen, wie viele Generalmusikdirektoren ihm seit der Gründung des Hauses im Jahr 1818 vorangegangen sind. Seine Amtszeit war stets von einer Philosophie der Erneuerung geprägt – sowohl für Einzelne als auch für Institutionen. Er hat sich oft darüber geäußert, wie wichtig es sei, den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel zu erkennen, unabhängig von erreichten Erfolgen.

Sein Ansatz konzentriert sich darauf, im Hier und Jetzt zu leben, statt starre Langzeitpläne zu verfolgen. Zwar gibt es keine festen Verpflichtungen über 2029 hinaus, doch ist er überzeugt, dass sowohl ein zu langes Verweilen als auch ein zu früher Abschied gleichermaßen schädlich sein können. Für Jurowski ergibt sich der richtige Moment für einen Abschied eher aus einem intuitiven Gefühl als aus einem festen Zeitplan.

Der Dirigent empfindet Neuanfänge als belebend und schätzt die Möglichkeit, mit einer "weißen Weste" von vorne zu beginnen. Diese Haltung entspricht seinem grundsätzlichen Glauben an die Notwendigkeit von Wandel, um Menschen wie Institutionen dynamisch und lebendig zu halten.

Jurowskis Abschied 2029 wird das Ende einer prägenden Ära für die Bayerische Staatsoper markieren. Noch ist kein Nachfolger benannt, und auch über seine eigenen künftigen Pläne gibt es keine Bekanntmachungen. Dorny hingegen wird die künstlerische Leitung des Opernhauses mindestens sieben weitere Jahre innehaben.

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