13 March 2026, 16:10

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobil-Stellplätze ein – Camper protestieren

Ein ƶffentlicher Markt mit einem vor ihm geparkten Van, umgeben von Gebäuden, Geschäften, Namensschildern, Kraftfahrzeugen auf der Straße, Personen unter einem Zelt sitzend, Geländern, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Warendorf führt 15-Euro-Gebühr für Wohnmobil-Stellplätze ein – Camper protestieren

Warendorf führt ab diesem Frühling eine tägliche Gebühr von 15 Euro für Stellplätze von Wohnmobilen ein. Der Beschluss, der im vergangenen Herbst einstimmig vom Stadtrat gebilligt wurde, sorgt bei Stammgästen für Unmut. Einige Camper kündigen an, den Platz künftig ganz zu meiden.

Die Emssee-Campingstätte bietet derzeit 150 Stellplätze für Wohnmobile an – ein Zuwachs von 20 Prozent seit 2020. Diese Entwicklung hebt sich ab, da andere nahegelegene Campingplätze wie das Söestetal-Camping (120 Plätze) oder das Teutonia-Camping (100 Plätze) keine vergleichbare Expansion verzeichneten. Die von der CDU vorangetriebene Initiative zielt darauf ab, mit den Mehreinnahmen die Infrastruktur des Platzes zu modernisieren.

Der 83-jährige Günter Brossat, der regelmäßig dort campiert, bezeichnete die neue Gebühr als überzogen. Seine Kritik spiegelt eine breitere Unzufriedenheit wider: Einige Gäste drohen damit, künftig woanders Urlaub zu machen. Die Stadt verteidigt die Erhöhung mit der attraktiven Seelage und den bestehenden Annehmlichkeiten des Platzes.

Um die Auswirkungen abzumildern, bietet die Verwaltung eine günstigere Alternative am Wiesengrund an. Dort kostet eine Übernachtung etwa 5 Euro, allerdings bei reduziertem Service.

Die neue Gebühr tritt im Frühling in Kraft. Die Stadt rechnet mit höheren Einnahmen, um den Campingplatz aufzuwerten. Wer die Preiserhöhung scheut, könnte auf den schlichteren Standort Wiesengrund ausweichen. Die Maßnahme könnte das Reiseverhalten von Wohnmobilbesitzern in der Region nachhaltig verändern.

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