Verkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Weniger Unfälle, aber mehr Risiken für Radfahrer und E-Scooter
Tobias LehmannVerkehrssicherheit im Kreis Steinfurt 2025: Weniger Unfälle, aber mehr Risiken für Radfahrer und E-Scooter
Kreis Steinfurt verzeichnet 2025 gemischtes Bild bei der Verkehrssicherheit
Im Jahr 2025 zeigte sich im Kreis Steinfurt ein uneinheitliches Bild in Sachen Verkehrssicherheit: Zwar ging die Gesamtzahl der Unfälle leicht zurück, doch einige Risiken verschärften sich. Die Polizei registrierte 12.360 Vorfälle – ein Rückgang um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Doch hinter den Zahlen verbargen sich besorgniserregende Trends, insbesondere für schwächere Verkehrsteilnehmer und wildunfallbedingte Kollisionen.
Im Jahr 2025 kam es zu elf tödlichen Unfällen, bei denen jeweils ein Mensch ums Leben kam. Fünf davon betrafen Fahrer von Elektrofahrrädern mit Tretunterstützung, sogenannten Pedelecs. Vier der Getöteten waren Senioren über 64 Jahre – ein alarmierendes Signal für die Risiken älterer Radfahrer.
Auch bei den Verletzungen gab es in zentralen Bereichen einen Anstieg. Allein die Unfälle mit E-Scootern stiegen um etwa 70 Prozent an, was die wachsende Beliebtheit dieser Fahrzeuge widerspiegelt. Motorradfahrer waren ebenfalls stärker gefährdet: 2025 verletzten sich 100 von ihnen – 15 mehr als im Vorjahr. Insgesamt stieg die Zahl der Schwerverletzten um 5 Prozent, während leichte Verletzungen seit 2019 kontinuierlich um 16 Prozent zunahmen.
Wildunfälle blieben ein großes Problem und machten etwa ein Viertel aller Vorfälle aus. Rasen gehörte weiterhin zu den drei häufigsten Ursachen für schwere Unfälle – trotz des leichten Rückgangs der Gesamtunfallzahlen.
Die Bilanz für 2025 zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Herausforderungen: Weniger Unfälle insgesamt stehen steigenden Verletzten- und Todeszahlen in bestimmten Gruppen gegenüber. Die Behörden werden voraussichtlich Schwerpunkte auf Hochrisikobereiche legen, darunter die Sicherheit von Pedelec-Fahrern, die Regulierung von E-Scootern und die Prävention von Wildunfällen.