12 March 2026, 02:16

Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 ihre Türen für regelmäßige Gottesdienste

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer zerstörten, abgerissenen Kirche mit gebrochenen Wänden und verstreuter Trümmer, unter einem sichtbaren Himmel.

Lutherkirche in Höhscheid schließt 2030 ihre Türen für regelmäßige Gottesdienste

Die Lutherkirche in Höhscheid wird ab 2030 keine regelmäßigen Gottesdienste mehr abhalten. Die Entscheidung fällt nach Jahren steigender Kosten und finanzieller Belastung für die evangelische Gemeinde. Kirchenvertreter beschrieben den Schritt als schwierig, aber notwendig, um die langfristige Stabilität zu sichern.

Der Unterhalt der Lutherkirche beläuft sich derzeit auf etwa 210.000 Euro pro Jahr, wobei die Ausgaben kontinuierlich steigen. Der Haushalt der Gemeinde stützt sich auf schwindende Rücklagen, und ohne Gegenmaßnahmen würden die Defizite in Zukunft stark anwachsen. Trotz des Engagements ehrenamtlicher Helfer, die sich für den Erhalt der Kirche einsetzen, wurde die finanzielle Last unhaltbar.

Das Presbyterium der Evangelischen Lutherkirchengemeinde traf die endgültige Entscheidung und räumte ein, wie emotional belastend diese Wahl sei. Ab 2030 werden die Gottesdienste in das Gemeindehaus Höhscheid oder in benachbarte Kirchen verlegt. Die Zukunft des Kirchengebäudes selbst bleibt ungewiss, da bisher keine konkreten Pläne vorliegen.

Während die Lutherkirche vor der Schließung steht, ist unklar, wie viele weitere Kirchen in der Evangelischen Kirche von Westfalen ein ähnliches Schicksal droht. Aus öffentlichen Unterlagen geht nicht hervor, wie viele Gemeinden in den kommenden Jahren in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten.

Die Entscheidung bedeutet einen tiefgreifenden Wandel für die Höhscheider Gemeinde und beendet Jahrzehnte regelmäßigen Gottesdienstes in der Lutherkirche. Die Gottesdienste werden zwar an alternativen Orten fortgeführt, doch die langfristige Nutzung des Gebäudes steht noch nicht fest. Finanzielle Zwänge machten den Schritt notwendig – ein Zeichen für die übergeordneten Herausforderungen, vor denen religiöse Einrichtungen in der Region stehen.

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