13 March 2026, 02:08

Duisburg will Olympiakandidat 2036 werden – mit Paralympics-Star als Botschafterin

Ein Plakat, das die Olympischen Spiele in Mont-Agnes-Russes, Frankreich, bewirbt, zeigt eine Frau mit menschlichem Gesicht, die ein buntes Kleid trägt und einen Fächer hält, mit Text, der das Ereignis beschreibt.

Duisburg will Olympiakandidat 2036 werden – mit Paralympics-Star als Botschafterin

Duisburg drängt darauf, Teil der deutschen Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 zu werden. Die Stadt schließt sich damit einer größeren regionalen Initiative an, die von Köln geführt wird und 16 bis 17 Gemeinden im Rhein-Ruhr-Gebiet umfasst. Bisher haben keine anderen deutschen Städte eigenständige Bewerbungen für diese Spiele eingereicht, sodass der gemeinsame Vorschlag derzeit die einzige nationale Option darstellt.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen gemeinsame Wettkampfstätten in der Rhein-Ruhr-Region, darunter der Duisburger Sportpark Wedau und die Schauinsland-Reisen-Arena. Diese Orte haben für Nele Moos, Silbermedaillengewinnerin im Weitsprung bei den Paralympics 2024 in Paris, eine persönliche Bedeutung. Moos, die noch immer in Duisburg trainiert und die Stadt als ihre Heimat bezeichnet, fungiert nun als Botschafterin für die Olympische Kampagne der Stadt.

Bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 26. September 2026 eine nationale Bewerbung auswählt, muss Duisburg zunächst die lokale Unterstützung sichern. Die Bürger:innen werden in einem Referendum entscheiden, ob die Stadt dem regionalen Vorhaben beitreten soll. Konkurrenz gibt es dennoch: Auch Berlin, Hamburg und München haben Interesse an einer Ausrichtung der Spiele bekundet.

Moos betont die Stärken Duisburgs und verweist auf die offene Atmosphäre und den Gemeinschaftsgeist der Stadt. Diese Eigenschaften, so ihre Argumentation, machten Duisburg zu einem starken Kandidaten innerhalb der übergreifenden Rhein-Ruhr-Bewerbung.

Die endgültige Entscheidung über die deutsche Olympische Bewerbung liegt beim DOSB Ende 2026. Bei Erfolg würde Duisburg die Spiele als Teil eines vereinten Rhein-Ruhr-Konzepts mitausrichten. Das Referendum der Stadt und Moos' Engagement werden eine zentrale Rolle für die künftige Beteiligung spielen.

Quelle