14 March 2026, 14:13

Dinslaken diskutiert Haushalt und Steuererhöhungen beim ersten Stadtgespräch 2026

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Rednerpult mit einem Mikrofon und einer Tafel mit der Aufschrift "Sancho-Stadtrat tritt dem Stadtrat bei", im Hintergrund sind weitere Personen auf Stühlen und auf dem Boden sitzend und stehend zu sehen, sowie Flaggen, eine Tafel, einen Feuerlöscher und Deckenleuchten an der Wand.

Dinslaken diskutiert Haushalt und Steuererhöhungen beim ersten Stadtgespräch 2026

Dinslakens erstes Stadtgespräch fand am 11. März 2026 im Gustav-Heinemann-Schulzentrum in Hiesfeld statt. Rund 70 Bürgerinnen und Bürger trafen sich mit Bürgermeister Simon Panke und Stadtkämmerer Achim Thomae, um über den Haushalt der Stadt, anstehende Projekte und die finanziellen Herausforderungen zu diskutieren.

In den vergangenen fünf Jahren hat Dinslaken seine Finanzen grundlegend saniert. Noch 2021 stand die Stadt mit einem defizitären Haushalt und Schulden in Höhe von etwa 200 Millionen Euro da. Dank strengerer Ausgabenkontrollen, höherer Steuereinnahmen und Bundesförderung gelang es bis 2025, den Haushalt mit jeweils 608 Millionen Euro bei Einnahmen und Ausgaben auszugleichen. Rund 50 Millionen Euro an Bundesmitteln – darunter Zuschüsse für Stadtsanierung und Verkehr – ermöglichten zwischen 2023 und 2025 Investitionen in Höhe von 120 Millionen Euro.

Thomae erläuterte Pläne zur Erhöhung der Grundsteuer B, der Grundsteuer für bebaute Grundstücke. Eigentümer von Einfamilienhäusern müssten künftig etwa 26 Euro mehr pro Monat zahlen, Gewerbeimmobilienbesitzer rund 25 Euro. Mieter in einem Sechsparteienhaus hätten im Schnitt mit einer monatlichen Belastung von etwa 5,30 Euro zu rechnen.

Die Anwesenden brachten Bedenken hinsichtlich der Steuererhöhungen, bürokratischer Versäumnisse und der Frage vor, ob frühere Maßnahmen die aktuelle Belastung hätten mildern können. Themen wie die Eisbahn, Schulneubauten und interne Reformen der Stadtverwaltung standen ebenfalls im Fokus. So erhält die EBGS-Schule eine neue Turnhalle, die Feuerwehrwache in Eppinghoven wird saniert, und dank Bundesförderung werden Straßenlaternen durch energieeffiziente LEDs ersetzt. Zudem verhandeln die Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) über eine Neugestaltung des Geländes des Hiesfelder Freibads.

Die Veranstaltung wurde als gelungene Plattform gelobt, um Bürgerinnen und Bürger einzubinden und auch denen eine Stimme zu geben, die sonst selten gehört werden. Ein weiteres Stadtgespräch ist für den Herbst 2026 geplant.

Die Runde bot Klarheit über Dinslakens finanzielle Erholung und die anstehenden Vorhaben. Bei offenen Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger an das Bürgermeisterbüro wenden: [email protected]. Die Stadt will solche Dialogformate fortsetzen, um Transparenz und Bürgerbeteiligung weiter zu stärken.

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