Bundeswehr startet großangelegte Militärübung im ehemaligen JHQ Rheindahlen
Tobias LehmannBundeswehr startet großangelegte Militärübung im ehemaligen JHQ Rheindahlen
Großangelegte Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine groß angelegte Militärübung statt. Die Bundeswehr nutzt für eine Woche das verlassene Gemeinsame Hauptquartier (JHQ) Rheindahlen als Trainingsgelände. Anwohner in der Nähe müssen mit lauten Geräuschen rechnen, doch die Behörden versichern, dass keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht.
Das ehemalige JHQ Rheindahlen erstreckt sich über 471 Hektar – eine Fläche, die etwa 660 Fußballfeldern entspricht. Bis 2013 beherbergte das Gelände über 1.400 Wohneinheiten und 980 Kasernen. Heute bietet die verlassene städtische Infrastruktur und die abgelegene Lage eine realistische Kulisse für Übungszwecke.
An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Kommunikationssystemen unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen. Es werden ausschließlich Platzpatronen verschossen, sodass keine scharfe Munition zum Einsatz kommt.
Die Anlage wird regelmäßig von Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams genutzt. Ihre Größe und Infrastruktur ermöglichen komplexe, groß angelegte Übungsszenarien. Wie viele Übungen dort seit der Schließung 2013 stattgefunden haben, wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.
Die Übung dauert sieben Tage, wobei während des gesamten Zeitraums mit lauten Knallgeräuschen zu rechnen ist. Militärangehörige haben die Bevölkerung versichert, dass von dem Manöver keine Bedrohung ausgeht. Ziel der Ausbildung ist es, die Koordination und Einsatzbereitschaft für mögliche Verteidigungssituationen zu stärken.