21 April 2026, 04:16

Wie Landwirt:innen Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können

Ein Plakat, das eine US-Dürremonitor-Karte vom 10. Januar 2023 mit begleitendem Text und Logos zeigt.

Wie Landwirt:innen Dürreperioden mit cleveren Strategien trotzen können

Dürreperioden nehmen zu – besonders im Frühling und Frühsommer – und belasten die Landwirtschaft in vielen Regionen. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) hat nun Leitlinien veröffentlicht, um Landwirt:innen dabei zu unterstützen, trockene Bedingungen besser zu bewältigen. Die Empfehlungen konzentrieren sich auf die Wahl der Anbaukulturen, die Bodengesundheit und Anbaustrategien, um Ernteverluste bei Wassermangel zu verringern.

Einige Böden zeigen trotz hohem Ertragspotenzial in Dürrephasen größere Schwächen – oft wegen eines geringen Humusgehalts. Durch regelmäßige Zugaben von Mist, Kompost, Stroh oder Festmist lässt sich der Humusanteil erhöhen und die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern. Dieser einfache Schritt hilft den Kulturen, Trockenperioden besser zu überstehen.

Nicht alle ertragsstarken Sorten eignen sich für dürregefährdete Gebiete. Frühreifende Varietäten kommen zwar besser mit Trockenheit zurecht, erreichen in feuchteren Jahren bei begrenztem Sonnenlicht jedoch oft nicht ihr volles Ertragspotenzial. Ertragsstabile Sorten hingegen bieten zwar Kontinuität, liefern aber nicht immer die höchsten Erträge für einen bestimmten Standort.

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Die richtige Kulturpflanze kann den Unterschied machen: Winterroggen, der bei kühleren Temperaturen und ausreichender Wasserversorgung gedeiht, erweist sich oft als robust, wenn im Frühsommer Dürren drohen. Landwirt:innen in solchen Regionen könnten davon profitieren, Ausfallgetreide wie Weizen durch Winterroggen zu ersetzen. Tiefwurzler wie Zuckerrüben überstehen trockene Phasen ebenfalls gut – dank ihres ausgedehnten Wurzelsystems.

Ein weiterer sinnvoller Ansatz ist die gestaffelte Aussaat von Kulturen mit unterschiedlichen Spitzenwasserbedarfen. Durch den Anbau von Sorten, die Wasser zu verschiedenen Zeiten benötigen, lassen sich Risiken streuen und der Gesamtstress durch Dürre verringern.

Die Leitlinien zeigen praktische Wege auf, wie sich die Landwirtschaft an trockenere Bedingungen anpassen lässt. Humusreiche Böden, die Auswahl passender Sorten und eine diversifizierte Aussaatzeitenplanung können helfen, die Erträge trotz Wassermangel zu sichern. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Landwirt:innen auch bei häufiger werdenden Dürren zuverlässigere Ernten zu ermöglichen.

Quelle