Uwe Rösler debütiert als Bochums neuer Retter in der 2. Bundesliga-Krise
Anton GüntherNeuer Bochum-Trainer Rosler kritisiert Trainingsmangel - Uwe Rösler debütiert als Bochums neuer Retter in der 2. Bundesliga-Krise
VfL Bochum liegt mit nur drei Punkten aus acht Spielen am Tabellenende der 2. Bundesliga. Die Saison verlief für den Verein bisher enttäuschend – unter Interimstrainer David Siebers verlor die Mannschaft alle drei Partien. Nun steht am Samstagabend das Debüt des neuen Cheftrainers Uwe Rösler an, wenn Bochum gegen Hertha BSC antritt.
Rösler übernahm das Team ab dem neunten Spieltag von Siebers, nachdem eine Serie schwacher Leistungen den Wechsel erzwungen hatte. Seither kassierte Bochum in seinen Spielen zwar 21 Gegentore und verlor dreimal, doch es zeichnen sich erste Anzeichen von Stabilität ab. Dennoch zeigte die jüngste 2:3-Heimniederlage gegen den Holstein Kiel, dass die Probleme noch nicht behoben sind.
Der 55-jährige Trainer, der in der Saison 2020/21 bereits Fortuna Düsseldorf in der Bundesliga coachte, kritisiert den modernen Fußball für mangelnde Kommunikation unter den Spielern – ein strukturelles Defizit, wie er findet. Zudem macht er die Nachwuchsförderung für die unzureichende Vorbereitung der Talente verantwortlich.
Vor seinem ersten Spiel kündigte Rösler taktische Änderungen im Vergleich zur kurzen Amtszeit von Siebers an. Die Mannschaft will nach dem sieglosen Saisonstart, der sie auf den letzten Platz zurückwarf, endlich Tritt fassen. Mit Rösler kommt Erfahrung und ein neuer Impuls in die Krise – sein erster Prüfstein ist das Duell gegen Hertha BSC. Sollte es Bochum gelingen, aus der Abstiegszone zu entkommen, könnte das Spiel ein erstes Zeichen dafür sein, ob der Trainer die Wende einleiten kann.






