07 April 2026, 12:10

Traditionsunternehmen Brüder-Schlau stellt nach 103 Jahren den Betrieb ein

Ladeninnenausstattung mit gestapelten Kisten, Bodenaufklebern, Kleiderstangen, Informationsschildern, Deckenbeleuchtung und einem geschlossenen Schild aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

Traditionsunternehmen Brüder-Schlau stellt nach 103 Jahren den Betrieb ein

Die Brüder-Schlau-Gruppe, ein traditionsreiches deutsches Einzelhandelsunternehmen, stellt nach der Insolvenzantragstellung im Juni 2023 den Betrieb ein. Das vor über einem Jahrhundert gegründete Unternehmen betrieb die Möbelhauskette Hammer sowie die Heimwerkermärkte Schlau – doch nun werden seine Vermögenswerte veräußert oder geschlossen.

Gegründet wurde die Gruppe 1921 von den Brüdern Theodor und Wilhelm Schlau in Minden. Im Laufe der Zeit wuchs das Unternehmen und umfasste schließlich die Hammer-Möbelhäuser sowie die Schlau-Heimwerkermärkte, die vor der Insolvenz rund 3.900 Mitarbeiter beschäftigten.

Ein Investorenkonsortium unter dem Namen ReThink hat 93 Hammer-Filialen übernommen, hält diese weiter offen und sichert damit etwa 1.200 Arbeitsplätze. Allerdings werden rund 70 weitere Hammer-Standorte geschlossen, was zu erheblichen Stellenverlusten führt.

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Unterdessen wird die Großhandelsabteilung Schlau, die etwa 60 Märkte betrieb, eingestellt. Der verbleibende Warenbestand wird im Rahmen der Abwicklung verkauft.

Die Schließung der Brüder-Schlau-Gruppe markiert das Ende eines Unternehmens, das 1921 seinen Anfang nahm. Zwar rettet die Übernahme durch ReThink einige Hammer-Filialen und Arbeitsplätze, doch viele Standorte werden geschlossen und die Schlau-Sparte stellt ihren Betrieb vollständig ein. Das Insolvenzverfahren wird über das weitere Schicksal der verbleibenden Mitarbeiter und Vermögenswerte entscheiden.

Quelle