Sternsinger bringen Segen und politischen Appell ins Dormagener Rathaus

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Drei Kinder lachen vor einem Weihnachtsbaum mit einem Kamin aus Holz auf der rechten Seite.

Sternsinger bringen Segen und politischen Appell ins Dormagener Rathaus

Sternsinger empfangen im Dormagener Rathaus – Segensbringende Tradition mit politischem Appell

Zum Fest Epiphanie begrüßte das Dormagener Rathaus die Sternsinger im Rahmen einer bundesweiten Aktion für Kinderrechte. Als die drei Heiligen Könige verkleidet, schrieben die jungen Ehrenamtlichen den traditionellen Segen „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) über den Eingang des Neubaukomplexes. Ihr Besuch unterstrich das anhaltende Engagement der Stadt für Kindeswohl und den Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit.

Bürgermeister Erik Lierenfeld empfing die Gruppe – Anton, Emma, Greta, Friederike und Lucas –, die den Segen überbrachte und Spenden für benachteiligte Kinder sammelte. Das diesjährige Motto „Schule statt Fabriken – Sternsinger, keine Kinderarbeit“ knüpft an die Kampagne der Initiative GoodWeave an, die sich für die Abschaffung von Kinderarbeit in globalen Lieferketten einsetzt, insbesondere in der Textil- und Teppichproduktion.

Rund 300.000 junge Menschen in ganz Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr an der Aktion. Dormagen, seit 2020 als kinderfreundliche Kommune zertifiziert, eröffnete zudem einen „Pfad der Kinderrechte“ – einen Lernparcours auf dem Spielplatz im Beethovenpark. Lierenfeld dankte den Sternsingern für ihr Engagement und betonte die Zusammenarbeit der Stadt mit Jugendlichen, um Politik an ihren Bedürfnissen auszurichten. Die Aktion der Sternsinger ist Teil umfassender kommunaler Projekte, die Kindern Mitsprache bei lokalen Entscheidungen sichern. Ihr Besuch verband damit Tradition mit aktivistischem Einsatz und verband kulturelle Bräuche mit dem Ruf nach strukturellem Wandel.

Die Veranstaltung festigte Dormagens Rolle als Vorreiter für Kinderrechte – vom symbolischen Segen bis hin zu konkreter Politikgestaltung. Die gesammelten Spenden kommen benachteiligten Kindern zugute, während der neue Lernpfad als dauerhaftes Bildungsangebot dient. Mit der wachsenden Unterstützung für die GoodWeave-Kampagne spiegelt das städtische Engagement einen gesamtgesellschaftlichen Trend wider: Kinderarbeit durch Zugang zu Bildung zu ersetzen.

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