Solingen startet langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Jakob MayerSolingen startet langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"
Die Stadtverwaltung Solingens will die Obdachlosigkeit mit einer neuen langfristigen Strategie bekämpfen. Ein fraktionsübergreifender Antrag fordert strukturierte Maßnahmen, darunter eine bessere Koordinierung der bestehenden Hilfsprogramme. Aktuell leben etwa 20 Menschen in der Stadt ohne Obdach – ein dringender Handlungsbedarf.
Am 21. April 2026 wird sich der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe treffen, um konkrete Schritte zu beraten. Im Mittelpunkt steht die Einführung des "Housing First"-Modells, das schnellen Zugang zu dauerhaftem Wohnraum mit flexiblen Betreuungsangeboten verbindet. Dieser Ansatz soll zur Grundlage der Solinger Obdachlosenhilfe werden.
Präventive Maßnahmen sowie leicht zugängliche Gesundheits- und Beratungsangebote erhalten ebenfalls Priorität. Die Stadt plant, die landesgeförderte Initiative "ProMie+ Solingen" in ein dauerhaftes Programm zu überführen, um kontinuierliche Unterstützung zu gewährleisten. Zudem soll die Machbarkeit von "Lotsendiensten" zur Koordination der Akteure geprüft werden.
Regelmäßige Fortschrittsberichte werden die Wirksamkeit der Maßnahmen überwachen. Ziel ist ein nachhaltiges System, das Obdachlosigkeit langfristig reduziert.
Die neue Strategie zielt darauf ab, stabile Wohnverhältnisse und Unterstützung für Menschen ohne Obdach zu schaffen. Durch die Verankerung dauerhafter Programme und strukturierter Koordination will Solingen sowohl akute als auch langfristige Bedürfnisse angehen. Die ersten Schritte werden in der anstehenden Ausschusssitzung diskutiert.






