25 March 2026, 10:08

Solingen gedenkt zwei Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag mit vier Toten

Schwarze und weiße Zeichnung einer Gruppe von Menschen, die sich um ein Feuer scharen, wobei eine Person in der Mitte steht, begleitet von Text, der "Der Tod des Königs von England" lautet, darstellend beunruhigte Individuen in Furcht und Verzweiflung.

Solingen gedenkt zwei Jahre nach dem tödlichen Brandanschlag mit vier Toten

Gedenkveranstaltung zum zweiten Jahrestag des tödlichen Brandanschlags in Solingen

Zwei Jahre nach dem verheerenden Brandanschlag in Solingen, bei dem vier Menschen ums Leben kamen, findet eine Gedenkfeier statt. Das Feuer, das Daniel S. am 25. März 2024 legte, forderte das Leben einer Mutter und ihrer drei Kinder. Überlebende und Angehörige kämpfen weiterhin mit den Folgen – und um Entschädigung.

In der Nacht des Angriffs zündete der 39-jährige Daniel S. vorsätzlich ein Wohnhaus in der Grünewalder Straße an. Die Flammen rissen eine junge Familie in den Tod: Ein Paar und ihr Kind sprangen aus dem dritten Stock, um zu entkommen. Die Mutter und die drei Kinder starben, während der Vater und ein Kind mit schweren Verletzungen überlebten.

Das Gericht stellte später fest, dass Daniel S. aus einer krankhaften Motivation heraus handelte – er wollte sich selbst aufwerten, indem er anderen schadete. Er wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Ermittler fanden jedoch keine Hinweise auf rassistische, antisemitische oder staatsfeindliche Beweggründe.

Doch für die Hinterbliebenen und Überlebenden bleibt der Weg zu einer Entschädigung steinig. Nach dem deutschen Opferentschädigungsgesetz (OEG) gibt es nur dann Leistungen, wenn die Tat bestimmte Kriterien erfüllt – was hier nicht der Fall ist. Stattdessen müssen die trauernden Eltern einen Schockschaden (psychische Traumafolgen) nachweisen, um Unterstützung zu erhalten. Die Opferberatung Rheinland, eine Organisation für Opferhilfe, begleitet die Betroffenen weiterhin durch das komplizierte Verfahren.

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Zwei Jahre nach der Tat wurde noch keine Entschädigung gezahlt. Bei der anstehenden Gedenkveranstaltung in Solingen werden etwa 100 Teilnehmende der Opfer gedenken. Der Anschlag hat bei den Überlebenden und Angehörigen tiefe Spuren hinterlassen. Während die rechtlichen Möglichkeiten auf Entschädigung weiterhin unklar sind, warteten sie weiter auf finanzielle und emotionale Unterstützung. Die Gedenkfeier wird an die Leben erinnern, die in jener Nacht jäh beendet wurden.

Quelle