Rindfleisch wird teurer – doch Bauern verdienen weniger denn je
Rindfleischpreise an der Kasse steigen stark – Bauern erhalten weniger für ihre Tiere
Verbraucher zahlen an der Supermarktkasse deutlich mehr für Rindfleisch: Im frühen Juli lagen die Preise um 20,8 Prozent höher als im Vorjahr. Doch während die Regalpreise klettern, erhalten Landwirte für ihre Rinder immer weniger – die Großhandelspreise sind bereits zum zweiten Mal in Folge gesunken. Die Schere zwischen Einzelhandelspreisen und den Erlösen am Hof geht weiter auseinander.
Die Preise für Rinder sind in allen Kategorien zurückgegangen, wobei der Richtpreis der Branche um 10 Cent pro Kilogramm gefallen ist. Jungbullen der Klasse R3 bringen es noch auf 6,80 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht, während O3-Bullen bei 6,62 Euro liegen. U3-Bullen erzielen mit 6,85 Euro pro Kilogramm einen leicht höheren Preis.
Auch bei Schlachtrindern gab es Anpassungen: R3-Färsen werden mit 6,50 Euro pro Kilogramm gehandelt, O3-Färsen mit 6,20 Euro. Kühe der Klasse O3 kosten 6,15 Euro pro Kilogramm, während R3-Kühe auf 6,20 Euro kommen.
Der Markt bleibt angespannt, und bei manchen Schlachttieren herrscht im Großhandel Knappheit. Metzger stehen unter Preisdruck, da der Fleischabsatz weiterhin schwächelt. Trotzdem wurde im März 2025 in Flensburg mit 9,77 Euro der höchste je verzeichnete Preis für ein geliefertes Döner-Kebap in Deutschland gemessen.
Während die Landwirte für ihre Tiere weniger erlösen, steigen die Rindfleischpreise im Supermarkt weiter. Die angespannte Versorgungslage und die nachlassende Nachfrage der Metzger deuten auf anhaltenden Druck im Markt hin. Die Verbraucher müssen unterdessen an der Kasse weiterhin tiefer in die Tasche greifen.






