Revolutionäres Batterie-Recyclingwerk im CHEMPARK Dormagen nimmt Gestalt an
Tobias LehmannRevolutionäres Batterie-Recyclingwerk im CHEMPARK Dormagen nimmt Gestalt an
Neues Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingwerk entsteht im CHEMPARK Dormagen
Im CHEMPARK Dormagen soll ein neues Werk zur Wiederverwertung von Lithium-Ionen-Batterien entstehen. Die Anlage, die mit 26,1 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert wird, soll wertvolle Rohstoffe aus alten E-Auto-Batterien zurückgewinnen. Der Bau markiert einen wichtigen Schritt, um Europas Abhängigkeit von Importen kritischer Materialien zu verringern.
Die Finanzierung erfolgt über das EFRE/JTF-Programm der Europäischen Union in Nordrhein-Westfalen. Dies folgt einer früheren Zusage vom November 2024 im Rahmen der Landesinitiative "Produktiv.NRW". Die Mittel fließen in die erste Ausbaustufe der Industrieanlage, deren Betrieb voraussichtlich 2027 aufgenommen wird.
Das Werk wird sogenannte "Black Mass" verarbeiten – das zerkleinerte Material aus alten Lithium-Ionen-Batterien – und daraus wertvolle Metalle extrahieren. Mithilfe der OLiC-Technologie des Unternehmens cylib sollen dabei über 90 Prozent der kritischen Materialien zurückgewonnen werden, während der CO₂-Ausstoß im Vergleich zum Bergbau um 80 Prozent sinkt. Bei voller Kapazität wird die Anlage bis zu 140.000 E-Auto-Batterien pro Jahr verarbeiten können.
Dr. Lilian Schwich, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin von cylib, bedankte sich bei den Behörden für die Unterstützung. Das Unternehmen will damit die Versorgungssicherheit Europas stärken, da die Nachfrage nach Batterierohstoffen mit dem Aufstieg der E-Mobilität weiter steigt.
Die Anlage in Dormagen wird eine zentrale Rolle beim Übergang Europas zu einer nachhaltigen Batterieproduktion spielen. Durch die lokale Wiederverwertung von Materialien verringert sich nicht nur die Abhängigkeit von Importen, sondern auch die Umweltbelastung. Der Betrieb soll 2027 starten, wobei die erste Erweiterungsphase bereits finanziert ist.






