PPWR 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen die EU-Verpackungsregeln noch nicht erfüllen
Jakob MayerPPWR 2030: Warum 90 Prozent der Unternehmen die EU-Verpackungsregeln noch nicht erfüllen
Eine neue Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmen haben Schwierigkeiten mit der bevorstehenden Verpackungsverordnung der EU (PPWR). Zwar treten die Regeln erst 2030 verbindlich in Kraft, doch bereits jetzt erfüllt nur jedes zehnte Unternehmen die grundlegenden Anforderungen. Die Ergebnisse werden auf der Fachmesse Fachpack im September 2025 diskutiert.
Die gemeinsame Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg offenbart eine Kluft zwischen Selbstvertrauen und Realität: Fast die Hälfte der befragten Unternehmen überschätzt die eigene Konformität mit der PPWR. Firmen mit fundierten Kenntnissen der Verordnung erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent – bei geringem Wissensstand sind es lediglich 36 Prozent.
Ziel der PPWR ist es, Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferketten zu stärken. Doch die Unternehmen sehen sich mit erheblichen Hürden konfrontiert: Zeitmangel, Zweifel an der Machbarkeit und hohe erwartete Kosten zählen zu den größten Hindernissen. Über 70 Prozent der Befragten fordern klarere Leitlinien, um die Änderungen umsetzen zu können.
Betroffen von der Verordnung sind ab 2030 Hersteller, Händler und Logistikdienstleister. Auf der Fachpack vom 23. bis 25. September 2025 werden Experten die Herausforderungen vertieft erörtern.
Die Umfrage unterstreicht den dringenden Bedarf an besserer Unterstützung für Unternehmen bei der Vorbereitung auf die PPWR. Da nur ein kleiner Teil die aktuellen Vorgaben erfüllt, kommt der Übergangsphase entscheidende Bedeutung zu. Die Diskussionen auf der Fachpack 2025 könnten helfen, praktikable Lösungen vor dem Stichtag 2030 zu entwickeln.






