02 April 2026, 00:16

NRW-Regierung kehrt zurück zu Diesel – warum Elektroautos im Dienstwagen-Alltag scheitern

Ein Mann in einer schwarzen Jacke und Mütze sitzt in einem Rollstuhl mit einem großen Motor am Rücken, umgeben von Fahrzeugen auf einer Straße mit Bäumen, Gebäuden und Polen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

E-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Regierung kehrt zurück zu Diesel – warum Elektroautos im Dienstwagen-Alltag scheitern

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vollzieht einen Wandel in ihrer Dienstwagenflotte: Einige Minister steigen von Elektroautos auf Dieselmodelle um. Finanzminister Marcus Optendrenk tauschte kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Audi A8 L 50 TDI Quattro mit Verbrennungsmotor aus – mit Verweis auf praktische Bedenken. Andere Kabinettsmitglieder folgten diesem Beispiel, während einige weiterhin auf rein elektrische oder hybride Fahrzeuge setzen.

Optendrinks Entscheidung fiel nach Problemen mit dem BMW i7, insbesondere dessen begrenzter Reichweite auf langen Strecken. Der Wechsel zum Diesel-Audi spiegelt die anhaltenden Herausforderungen wider, die Elektrofahrzeuge im offiziellen Einsatz mit sich bringen. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach stieg auf ein Dieselmodell um.

Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul nutzen weiterhin gepanzerte Dienstlimousinen, die ausschließlich mit Verbrennungsmotoren erhältlich sind. Wissenschaftsministerin Ina Brandes und Europaminister Nathanael Liminski fahren bereits mit Dieselfahrzeugen.

Sieben Kabinettsmitglieder bleiben bei rein elektrischen oder Hybridmodellen, darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen. Allerdings laufen in Kürze mehrere Leasingverträge für Dienstwagen aus. Einige Minister haben bereits neue Elektroautos bestellt, mindestens einer entschied sich jedoch für ein weiteres Dieselmodell.

Die Landesregierung hat keine vollständige Übersicht veröffentlicht, welche Minister ihre Fahrzeuge wechseln oder behalten werden. Einige Kollegen haben vor der Vertragsverlängerung neue Elektroautos geordert, doch genaue Details bleiben unklar.

Der Rückgang der Elektrofahrzeuge unterstreicht die anhaltenden praktischen Bedenken – insbesondere bei Langstreckenfahrten. Da in den kommenden Monaten weitere Leasingverträge auslaufen, könnten weitere Änderungen in der Dienstwagenflotte folgen. Die Entscheidungen der Regierung werden voraussichtlich von einer Abwägung zwischen Effizienz, Reichweite und ökologischen Gesichtspunkten abhängen.

AKTUALISIERUNG

Finanzminister's Past Concerns Highlight Practical EV Challenges

Minister Marcus Optendrenk had already voiced concerns in 2025 about electric vehicles struggling with long-distance travel across North Rhine-Westphalia's sprawling geography. His earlier statements revealed that while EVs worked well for short Düsseldorf trips, they reached limitations during tightly scheduled appointments and cross-state journeys. This historical context explains why his switch from BMW i7 to Audi A8 L 50 TDI occurred only now, as his original leasing contract for the electric vehicle remained in place until recently.