Münster startet Initiative "Demokratie stärken" für mehr Zusammenhalt in benachteiligten Vierteln
Anton GüntherMünster startet Initiative "Demokratie stärken" für mehr Zusammenhalt in benachteiligten Vierteln
Münster startet langfristige Partnerschaft „Demokratie stärken“ für mehr Zusammenhalt in benachteiligten Stadtteilen
Münster hat eine neue, langfristig angelegte Kooperation mit dem Namen „Demokratie stärken“ ins Leben gerufen, um den Zusammenhalt in sozial schwachen Vierteln zu fördern. Die Initiative wurde am 1. September 2023 von Oberbürgermeister Markus Lewe und Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf unterzeichnet und baut auf einem erfolgreichen Pilotprojekt im Stadtteil Coerde auf. Ziel ist es, Probleme wie Arbeitslosigkeit und Kinderarmut durch gemeinschaftlich getragene Lösungen anzugehen.
Das Projekt knüpft an frühere Maßnahmen in Coerde an, wo lokale Partner dort Aktionstage zu Themen wie Lärm, Müll und Sicherheit organisiert hatten. An diesen Initiativen beteiligten sich Anwohner:innen, Jugendeinrichtungen wie das HOT sowie weitere Akteur:innen, um vor Ort auf die Anliegen des Viertels einzugehen. Künftig sollen in der gesamten Stadt regelmäßig „Stadtteilspaziergänge“ stattfinden, bei denen Vertreter:innen der Stadtverwaltung und der Polizei mit Bürger:innen ins Gespräch kommen und gemeinsam neue Projekte entwickeln können.
Kathrin Freund, die das Projekt „Coerde Zukunft“ geleitet hat, wird die stadtweite Umsetzung der Partnerschaft koordinieren. Im Mittelpunkt stehen präventive Ansätze, die Integration und bürgerschaftliches Engagement fördern sollen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendgruppen und lokalen Organisationen will die Stadt maßgeschneiderte Lösungen für jeden Stadtteil erarbeiten.
Interessierte Anwohner:innen und Initiativen können sich für weitere Informationen an die Stadtverwaltung oder die Polizei wenden. Besonders wichtig ist der Initiative der Austausch mit jungen Menschen – Jugendeinrichtungen spielen dabei eine zentrale Rolle bei der Ausgestaltung des Programms.
Die Vereinbarung besiegelt die verbindliche, langfristige Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei. Durch direkte Bürgerbeteiligung und zielgerichtete Maßnahmen soll die Lebensqualität in belasteten Vierteln nachhaltig verbessert werden. Über Fortschritte, neue Projekte und Mitmachmöglichkeiten wird die Stadt im Verlauf der Umsetzung informieren.






