09 June 2026, 20:07

Bergische IHK fordert bei Europawahl-Debatte weniger Bürokratie und mehr Tempo

IHK-Präsidium warnt vor Geschäftsüberlastung durch zunehmende Bürokratie

Bergische IHK fordert bei Europawahl-Debatte weniger Bürokratie und mehr Tempo

Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) diskutiert bei erster Podiumsdiskussion über anstehende Europawahl – Unternehmen klagen über Bürokratie und Stillstand

Die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) hat kürzlich ihre erste Podiumsdiskussion zu den bevorstehenden Europawahlen veranstaltet. Dabei wurde deutlich, wie groß die Frustration lokaler Unternehmen über wachsende Bürokratie und die zögerliche Bearbeitung zentraler wirtschaftlicher Herausforderungen ist.

IHK-Präsident Henner Pasch kritisierte die öffentlichen Behörden für ihre langsamen Reaktionen und machte übermäßige Vorschriften für die Blockade von Lösungen verantwortlich. Bei der Veranstaltung trafen Bergische Abgeordnete mit Wirtschaftsvertretern zusammen, um drängende Probleme zu erörtern. Zu den vordringlichsten Themen zählten die sich verschlechternde Verkehrsinfrastruktur und das schleppende Tempo bei Instandsetzungsarbeiten. Unternehmen warnten, dass unzuverlässige Straßen und verzögerte Wartungen die regionale Wirtschaft belasteten.

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Auch die Energiepolitik stand im Mittelpunkt der Debatte. Sowohl Unternehmen als auch Bürger betonten die Notwendigkeit einer stabilen und bezahlbaren Energieversorgung. Ohne diese, so ihr Argument, würden sowohl das Wirtschaftswachstum als auch der Alltag leiden.

Ursprünglich hatten Vertreter der CDU ihre Teilnahme zugesagt, sagten jedoch kurzfristig ab. Gleichzeitig lehnten Abgeordnete von SPD und Grünen eine Beteiligung aus politischen Gründen ab. Diese Absagen enttäuschten die Wirtschaftsvertreter, die sich eine breitere Einbindung erhofft hatten.

Marcel Hafke (FDP) und Dr. Hartmut Beucker (AfD) erkannten die vorgebrachten Sorgen an, wiesen jedoch darauf hin, dass viele Probleme – etwa in den Bereichen Energie und Verkehr – Lösungen auf Bundes- und EU-Ebene erforderten und nicht allein lokal angegangen werden könnten.

Pasch verwies zudem auf die finanzielle Belastung der Unternehmen. Immer mehr Personal und Mittel würden mittlerweile für die Erfüllung neuer bürokratischer Auflagen gebunden – statt in produktive Tätigkeiten zu fließen. Die Vollversammlung der IHK hatte sich zuvor mit großer Mehrheit für einen offenen Dialog mit allen gewählten Vertretern ausgesprochen.

Die Diskussion offenbarten tiefe Besorgnis über Bürokratie, Verkehrsinfrastruktur und die Zuverlässigkeit der Energieversorgung. Die Wirtschaft forderte von den Behörden schnellere Maßnahmen und eine bessere Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Die IHK betonte, dass anhaltende Verzögerungen und politische Abwesenheit die wirtschaftliche Belastung in der Region weiter verschärfen könnten.

Quelle