03 April 2026, 12:14

Kunstausstellung feiert 50 Jahre Gebietsreform mit kreativen Grenzen und Identitäten

Offenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer belebten Stadtlandschaft, einschließlich Menschen, Gebäuden und Text.

Kunstausstellung feiert 50 Jahre Gebietsreform mit kreativen Grenzen und Identitäten

"Kreise öffnen sich" – Kunstausstellung zum 50. Jubiläum der Gebietsreform im Rheinisch-Bergischen Kreis

Eine neue Kunstausstellung mit dem Titel "Kreise öffnen sich" begehert das 50-jährige Jubiläum der Verwaltungsreform im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Schau versammelt neun regionale Künstler:innen, die sich künstlerisch mit den Verschiebungen von Grenzen und Identitäten nach den Umstrukturierungen von 1975 auseinandersetzen. Ihre Werke deuten Geschichte, Wappenkunde und Landschaften auf kreative Weise neu.

Die Reform von 1975 prägte den Rheinisch-Bergischen Kreis nachhaltig: Gemeinden wurden zusammengeschlossen, Grenzen neu gezogen. In den folgenden Jahrzehnten erhielten viele Städte neue Wappen, die alte und neue Symbole vereinten. So kombinierte das 1976 eingeführte Wappen von Bergisch Gladbach etwa Elemente aus Bensberg und Merten, während Lindlar 1981 Motive aus Mückerath und Schönscheid aufgriff.

Die Ausstellung interpretiert diese Veränderungen in verschiedenen Medien neu. Claudia Betzin fertigte Holzschnitte von Kreiskarten an und verwandelte reale Grenzen in fantastische Landstriche. Michael Wittassek zeigte Fotografien zentraler Grenzpunkte auf Roll-Up-Displays – eine Anspielung darauf, wie veränderlich Linien sein können. Der Grafikdesigner David entwarf eine überarbeitete Version des Kreiswappens, das Tradition herausfordert und Zusammengehörigkeit betont.

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Andere Werke verbinden persönliche und historische Erzählungen. Margret Schopkas Video reflektiert ihre 34 Jahre in Overath und dokumentiert ihre Verbindung zur heimischen Landschaft. Helga Mohls widmete sich uralten Bäumen und fing ihre tiefe Verwurzelung in der lokalen Geschichte ein. Veronika Moos installierte im Festsaal ein Flachsnetz, dessen Form den Umriss des Kreises nachzeichnet und gleichzeitig den Himmel darüber einrahmt.

Jutta Dunkels Installation aus rotem Faden spannt sich vom Kreishaus bis zum Bankettsaal und nimmt Bezug auf die Zwergenhöhlen-Sage von Herrenstrunden. Jedes Werk lädt die Betrachter:innen ein, darüber nachzudenken, wie Grenzen – ob tatsächlich oder imaginär – einen Ort und seine Bewohner:innen prägen.

Die Ausstellung "Kreise öffnen sich" ist Teil der Feierlichkeiten zum 50. Jubiläum der Gebietsreform im Rheinisch-Bergischen Kreis. Durch Karten, Wappen und Installationen zeigen die Künstler:innen, wie administrative Veränderungen Identitäten und Landschaften formten. Die Werke sind bis zum Ende der Veranstaltung für Besucher:innen zugänglich.

Quelle