Henkel kämpft mit steigenden Ölpreisen und Kostendruck im Konsumgütermarkt
Tobias LehmannHenkel kämpft mit steigenden Ölpreisen und Kostendruck im Konsumgütermarkt
Henkel, der Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten durch höhere Ölpreise. Das Unternehmen warnt, dass Verzögerungen bei Preisanpassungen das Geschäft belasten könnten – selbst wenn einige Produkte weiterhin eine starke Kundenbindung aufweisen.
In den vergangenen sechs Monaten, von September 2025 bis März 2026, verzeichnete Henkel eine globale Nachfragesteigerung für seine Produkte um etwa 2 bis 4 Prozent. Treiber dieses Wachstums waren vor allem die Schwellenmärkte, insbesondere die Region Asien-Pazifik (plus 7 Prozent) und Lateinamerika (plus 5 Prozent). Gleichzeitig gingen die Umsätze in Nordamerika und Europa leicht um 1 bis 2 Prozent zurück, bedingt durch Inflation und verstärkten Wettbewerb.
Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, spürt zunehmend den Druck durch die gestiegenen Ölpreise. Diese treiben die Kosten für Rohstoffe, Lieferketten und Logistik in die Höhe. Auch Zulieferer und Logistikfirmen geben einen Teil der Mehrkosten an Henkel weiter.
Um die Situation zu bewältigen, setzt Henkel auf die Stärken seiner Produkte, um Preiserhöhungen zu rechtfertigen. Das Unternehmen hofft, dass sich der anhaltende Konflikt, der die Krise ausgelöst hat, nicht über das gesamte Jahr hinzieht, während es weiterhin indirekte finanzielle Herausforderungen meistert.
Henkel bleibt ein wichtiger Akteur im Konsumgütersektor und erzielte 2021 einen Umsatz von etwa 20,5 Milliarden Euro. Trotz der Kostendrucks genießen die Marken des Konzerns in vielen Regionen nach wie vor eine hohe Kundenloyalität. Das Unternehmen wird die Marktentwicklung weiter beobachten und bei Bedarf Preisanpassungen vornehmen.






