Festnahme am Hagener Hauptbahnhof: 25-Jähriger muss 75 Tage ins Gefängnis
Jakob MayerFestnahme am Hagener Hauptbahnhof: 25-Jähriger muss 75 Tage ins Gefängnis
25-Jähriger Mazedonier in Hagen festgenommen: Offener Haftbefehl wegen Betrugs vollstreckt
Ein 25-jähriger Mann aus Mazedonien wurde am Montagabend am Hagener Hauptbahnhof festgenommen, nachdem die Polizei einen offenen Haftbefehl gegen ihn entdeckte. Der Mann war wegen Betrugs verurteilt worden, hatte jedoch weder seine Geldstrafe beglichen noch eine Ersatzfreiheitsstrafe angetreten. Seine Identität wurde später durch einen Fingerabdruckabgleich bestätigt.
Bundespolizisten hatten den Mann bei einer routinemäßigen Personenkontrolle angehalten. Dabei schlug das System alarm: Ein aktiver Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hagen lag vor. Der Festgenommene wurde umgehend zur Bundespolizeidienststelle am Hauptbahnhof gebracht, um die weiteren Schritte einzuleiten.
Hintergrund des Haftbefehls war ein Urteil des Amtsgerichts Hagen vom Juni 2024. Der Mann war in drei Fällen wegen Erschleichens von Leistungen schuldig gesprochen worden. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1.125 Euro – 75 Tagessätze zu je 15 Euro. Da er diese nicht gezahlt und auch keine Ersatzstrafe angetreten hatte, blieb der Haftbefehl bestehen.
Da der Mann obdachlos war und zum Zeitpunkt der Festnahme nicht zahlen konnte, wurde er direkt in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Dort muss er nun eine 75-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, um die ausstehende Strafe abzugelten.
Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer standardmäßigen Identitätsfeststellung, die unmittelbar zur Inhaftierung führte. Die Strafe wird wie gerichtlich angeordnet in voller Länge verbüßt. Der Fall zeigt, wie alltägliche Polizeikontrollen dazu beitragen können, offene juristische Sanktionen durchzusetzen.






