06 May 2026, 16:08

FDP-Chef Höne zerlegt Merz' Bilanz: "Ein schwaches Jahr für Deutschland"

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts, der detaillierte Layout- und Textinformationen zeigt.

FDP-Chef Höne zerlegt Merz' Bilanz: "Ein schwaches Jahr für Deutschland"

Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Friedrich Merz zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Merz’ Amtsantritt bezeichnete er als „außerordentlich schwach“ und forderte dringende Reformen, um die wirtschaftlichen Probleme des Landes in den Griff zu bekommen.

Höne warf Merz vor, sich von marktwirtschaftlichen Prinzipien verabschiedet und stattdessen sozialdemokratische Politik übernommen zu haben. Der Kanzler habe zentrale Versprechen nicht eingelöst, während wichtige Reformvorhaben verschleppt oder ignoriert worden seien.

Der FDP-Politiker verwies zudem auf den sinkenden Zuspruch für die Koalition, deren Beliebtheit bereits stärker eingebrochen sei als bei der Vorgängerregierung aus Ampelparteien am Ende ihrer Amtszeit. Die wirtschaftlichen Herausforderungen blieben, so Höne, „der größte Problembereich des Landes“.

Angesichts des anstehenden Führungswettbewerbs der FDP Ende Mai bestätigte Höne seine Kandidatur. Er forderte Merz auf, seine Amtsführung zu überdenken und mit entschlosseneren Reformen die Wirtschaft wiederzubeleben.

Hönes Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die schwarz-rote Koalition wegen ihrer Wirtschaftspolitik zunehmend unter Druck gerät. Sein Antritt als Kandidat heizt die Debatte über die künftige Ausrichtung der FDP weiter an – mit Forderungen nach klareren Reformplänen. Der Parteitag im Mai wird zeigen, ob seine Position breitere Unterstützung findet.

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