Europas größter Quantencomputer PaQS revolutioniert photonische Datenverarbeitung
Tobias LehmannEuropas größter Quantencomputer PaQS revolutioniert photonische Datenverarbeitung
Forschende der Universität Paderborn haben Europas größten quantenbasierten Probensystem-Computer vorgestellt, der den Namen PaQS trägt. Die Maschine markiert einen bedeutenden Fortschritt im Bereich des photonischen Quantencomputings und bietet ein neues Maß an Flexibilität und Programmierbarkeit.
PaQS entstand im Rahmen der Initiative PhoQuant, einem mit 50 Millionen Euro geförderten Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Das System nutzt gepresstes Licht – eine spezielle Quantentechnologie, die mithilfe optischer Wellenleiter erzeugt wird. Diese Expertise stammt von der Forschungsgruppe Integrierte Quantenoptik der Universität Paderborn.
Der Computer setzt ein voll programmierbares Interferometer ein, um Photonen durch ein Netzwerk optischer Wellenleiter zu lenken. Im Gegensatz zu herkömmlichen Quantencomputern nutzt PaQS die Vorteile des photonischen Quantencomputings, darunter Skalierbarkeit und hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten. Dennoch steckt die Technologie noch in den Kinderschuhen.
Das PhoQuant-Projekt wird von dem deutschen Quantentechnologie-Unternehmen Q.ANT koordiniert und vereint 13 akademische und industrielle Partner. Ziel ist es, das Verständnis und die praktische Anwendung photonischer Quantencomputing-Plattformen voranzutreiben. Weitere Informationen zur Initiative finden sich auf der Nachrichtenseite der Universität.
PaQS setzt neue Maßstäbe für das Quantencomputing in Europa. Sein fortschrittliches Design und die Programmierbarkeit könnten Deutschland eine führende Rolle in der photonischen Quantentechnologie sichern. Der weitere Erfolg des Projekts hängt von der anhaltenden Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Industriepartnern ab.






