Erbstreit um Michael Jackson eskaliert vor Biopic-Premiere Michael
Der seit Jahren schwelende Rechtsstreit um das Erbe von Michael Jackson hat sich zugespitzt, während die Veröffentlichung des mehrfach verschobenen Biopics Michael bevorsteht. Der Film, der ursprünglich bereits im vergangenen Jahr erscheinen sollte, musste wegen Nachdrehs und Änderungen am Drehbuch – darunter die Streichung einer Handlung um eine außergerichtliche Einigung – überarbeitet werden. Unterdessen setzt sich Jacksons Tochter Paris weiterhin mit den Testamentsvollstreckern auseinander und wirft ihnen mangelnde Transparenz und fragwürdiges Management vor.
Seit Michael Jacksons Tod im Jahr 2009 befindet sich sein Nachlass in der Nachlassabwicklung – ein Verfahren, das nun bereits 17 Jahre andauert. Die Testamentsvollstrecker John Branca und John McClain verwalten die Finanzen; Gerichtsakten zufolge erhielten sie bis Ende 2021 eine Vergütung von 148,25 Millionen US-Dollar. Ihre Arbeit steht jedoch in der Kritik – insbesondere von Paris Jackson, die den Film Michael auf ihren Instagram-Storys als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" bezeichnete.
In dem Biopic, in dem Jaafar Jackson die Hauptrolle als Michael Jackson übernimmt und Colman Domingo sowie Nia Long seine Eltern spielen, kam es zu Verzögerungen, unter anderem wegen der Nachdrehs. Eine zentrale Änderung betraf die Streichung einer Handlung um einen Ankläger, nachdem der Nachlass eine außergerichtliche Einigung erzielt hatte. Auch Miles Teller ist in der Rolle von John Branca, Jacksons ehemaligem Anwalt, zu sehen.
Die Spannungen verschärften sich im März, als die Anwälte des Nachlasses Paris Jackson in einem Schriftsatz vorwarfen, sie inszeniere "pressefototaugliche Auftritte für die Boulevardpresse" und "stolziere in Verhandlungsräume". Sie fordert seit Langem mehr Transparenz von Branca und McClain und stellt deren Umgang mit dem Vermächtnis ihres Vaters infrage.
Nach den Verzögerungen und rechtlichen Anpassungen soll der Film Michael nun endlich erscheinen. Die Auseinandersetzungen zwischen Paris Jackson und den Testamentsvollstreckern bleiben jedoch ungelöst – weitere Gerichtsverfahren sind wahrscheinlich. Angesichts der anhaltenden Nachlassabwicklung und der finanziellen Offenlegungspflichten wird der Nachlass weiterhin unter der Lupe stehen, während der Film neues Interesse an Jacksons Erbe weckt.






