05 May 2026, 06:15

Dokumentarfilm zeigt ungehörte Schicksale der Nachkriegsgeneration ohne Väter

Polnischer Weltkriegs-Propagandaplakat, das einen Mann mit einem Kind und zwei weiteren Kindern zeigt.

Dokumentarfilm zeigt ungehörte Schicksale der Nachkriegsgeneration ohne Väter

„Söhne ohne Väter“ – Ein neuer Dokumentarfilm über das Aufwachsen ohne Vater nach dem Zweiten Weltkrieg

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Der neue Dokumentarfilm „Söhne ohne Väter“ untersucht die langfristigen Folgen eines vaterlosen Aufwachsens in der Nachkriegszeit. Unter der Regie des in Troisdorf geborenen Andreas Fischer gibt der Film Männern eine Stimme, die diese Kindheit am eigenen Leib erlebt haben. Ihre Geschichten werden bei einer kostenlosen öffentlichen Vorführung in Fischers Heimatstadt gezeigt.

Im Mittelpunkt des Films stehen die Erlebnisse von Männern, die ihren Vater während oder nach dem Krieg verloren. Fast jedes dritte deutsche Kind wuchs in den Nachkriegsjahren ohne Vater auf. Viele der Befragten erinnern sich an die emotionale Belastung, die aus der engen, mitunter überwältigenden Bindung an ihre Mütter entstand.

In manchen Fällen zogen Stiefväter in den Haushalt ein, was komplexe Familiendynamiken schuf. Der Film zeigt, wie diese frühen Prägungen das spätere Leben der Betroffenen formten – oft mit tiefgreifenden emotionalen Spuren.

Die Vorführung findet am Sonntag, 11. Mai 2025, um 17:00 Uhr in der Evangelischen St.-Johannes-Kirche, Viktoriastraße 1, statt. Im Anschluss an den Film wird Fischer mit dem Publikum über das Projekt und seine Themen sprechen.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, einen selten diskutierten Aspekt der Nachkriegsgeschichte zu reflektieren. Der Eintritt ist frei, und die Besucher können direkt mit dem Filmemacher ins Gespräch kommen. Der Dokumentarfilm wirft ein Licht auf persönliche Schicksale, die oft jahrzehntelang unerzählt blieben.

Quelle