Bibliotheken im Rhein-Sieg-Kreis setzen auf Zusammenarbeit gegen Ehrenamtskrise
Jakob MayerBibliotheken im Rhein-Sieg-Kreis setzen auf Zusammenarbeit gegen Ehrenamtskrise
Bibliotheksverbände im Rhein-Sieg-Kreis haben begonnen, Ideen und Erfahrungen auszutauschen, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen. Den Anstoß gab eine Initiative der Gruppen aus Alfter und Hennef, die einen kooperativen Ansatz vorschlugen, um sich gegenseitig in ihrer Arbeit zu unterstützen.
In Alfter und Meckenheim übernehmen Ehrenamtliche bereits einen Großteil des täglichen Betriebs ihrer Bibliotheken. Doch die verfügbaren Ressourcen – sowohl räumlich als auch fachlich – unterscheiden sich in der Region stark. Diese Ungleichheit macht die Zusammenarbeit für kleinere oder weniger gut ausgestattete Gruppen besonders wichtig.
Zwei zentrale Probleme betreffen alle Verbände: eine überalterte Mitgliedschaft, bei der nur wenige Ehrenamtliche unter 60 Jahren sind, sowie ein Rückgang des aktiven Engagements. Um dies anzugehen, haben sich die Gruppen darauf verständigt, in regelmäßigem, informellem Austausch zu bleiben. Das nächste Treffen findet 2025 in Troisdorf statt.
Im Mittelpunkt steht das Lernen voneinander – sowohl aus Erfolgen als auch aus Schwierigkeiten. Zwar gibt es keine formelle Struktur, doch der Austausch soll jedem Verband helfen, sich anzupassen und zu verbessern. Das lockere Netzwerk wird weiterhin praktische Lösungen teilen, statt eine feste Partnerschaft einzugehen. Die Bibliotheken im Rhein-Sieg-Kreis hoffen, dass dieser Ansatz den Druck auf die Ehrenamtlichen verringert und die Nachhaltigkeit der Angebote sichert. Das nächste Treffen in Troisdorf wird die bisherigen Fortschritte weiter ausbauen.






