Bergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für 18,8 Hektar
Jakob MayerBergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für 18,8 Hektar
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Der Plan sieht ein Vorkaufsrecht der Stadt für ein 18,8 Hektar großes Areal vor. Dazu gehört auch das Gelände von Saint-Gobain Isover, ein zentraler Standort für die künftige wirtschaftliche Entwicklung.
Die geplante Verordnung betrifft Teile des Industriegebiets West zwischen der Innenstadt und Gronau. Erfasst werden dabei das Isover-Gelände, Flächen in der Nähe der Britannia Hütte sowie die Hermann-Löns-Straße. Allein das Saint-Gobain-Isover-Areal ist etwa halb so groß wie der Zanders-Komplex und liegt verkehrsgünstig im Herzen von Bergisch Gladbach.
Mit dieser Maßnahme will die Stadt arbeitsintensive Industrien anziehen und in der Nähe des Bahnhofs neue Arbeitsplätze schaffen. Zudem soll sie wichtige Gewerbegebiete für langfristige Unternehmensansiedlungen, Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum sichern. Der Vorschlag dient als vorsorgliche Strategie, um die zukünftige Wirtschaftskraft Bergisch Gladbachs zu stärken.
Saint-Gobain plant derzeit nicht, Teile des Geländes zu veräußern. Stattdessen investiert das Unternehmen am Standort. In den vergangenen Jahren hatte das Isover-Werk erhebliche Personalanpassungen vorgenommen: Die Beschäftigtenzahl sank von 220 auf 60, bevor sie wieder auf 75 stieg. Die Verordnung würde der Stadt jedoch ermöglichen, das 11 Hektar große Saint-Gobain-Isover-Areal bei Bedarf zu erwerben.
Im Mittelpunkt des städtischen Vorhabens steht die langfristige Sicherung von Industrieflächen für künftige Nutzungen. Die Verordnung schafft einen Rahmen für mögliche Erwerbungen und Entwicklungen und zielt darauf ab, die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum in Bergisch Gladbach zu fördern.






