05 April 2026, 04:09

Bergisch Gladbach eröffnet erste geschützte Radwege für mehr Sicherheit

Rote Fahrradspur neben einer Stadtstraße mit Fahrzeugen, Fußgängern, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Bergisch Gladbach eröffnet erste geschützte Radwege für mehr Sicherheit

Bergisch Gladbach eröffnet erste geschützte Fahrradspuren an Hasenweg und Nachtigallenstraße

Bergisch Gladbach hat offiziell seine ersten geschützten Radwege an der Hasenweg- und der Nachtigallenstraße eröffnet. Die neuen Spuren markieren einen wichtigen Schritt in den Plänen der Stadt, die Radinfrastruktur in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Das Projekt soll das Radfahren für die Bürgerinnen und Bürger sicherer, effizienter und attraktiver machen.

Die neu angelegten Spuren sind Teil der Radroute F2, einer zentralen Verbindung innerhalb des wachsenden Radwegenetzes der Stadt. Radfahrer haben nun Vorfahrt an Kreuzungen, und die Höchstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer ist auf 30 km/h begrenzt. Das Nebeneinanderfahren ist erlaubt, langfristiges Parken jedoch verboten – nur kurze Halte sind gestattet.

Erste Anzeichen deuten darauf hin, dass die neuen Spuren bereits zu einem Anstieg der Radfahrzahlen führen. Ähnliche Projekte in Städten wie Kopenhagen und Utrecht zeigten in den 2010er-Jahren einen Zuwachs von 20 bis 50 Prozent nach Einführung geschützter Radwege. Utrecht verzeichnete zwischen 2010 und 2020 einen Anstieg von 41 Prozent, während sich die Zahl der verletzten Radfahrer in Kopenhagen zwischen 2012 und 2022 um 30 bis 50 Prozent verringerte. Umfragen in beiden Städten ergaben zudem eine Zufriedenheit von über 80 Prozent unter den Nutzern.

Ragnar Migenda, erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach, begrüßte die Inbetriebnahme der neuen Radwege. Die Stadt plane, das Radwegenetz weiter auszubauen – orientiert an Vorbildern wie Kopenhagen, wo 2023 bereits 62 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt wurden.

Die F2-Radwege sollen die Sicherheit erhöhen und mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad bewegen. Durch Vorfahrtsregelungen, Tempolimits und das Verbot von Dauerparken erhofft sich die Stadt, das Radfahren zu einer praktikableren Alternative zu machen. Weitere Ausbauprojekte sollen in einer nächsten Phase folgen.

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