BBC-Serie Doctors endet mit Kontroverse um transfeindliche Figur
Die langjährige BBC-Arztserie Doctors strahlte 2024 ihre 24. und letzte Staffel aus. Zu den letzten Handlungssträngen gehörte die umstrittene Figur des Dr. Graham Elton, gespielt von Schauspieler Alex Avery. Die Darstellung hat Vorwürfe des Autors Graham Linehan ausgelöst, der behauptet, die Serienmacher hätten ihn bewusst dämonisiert.
Die betreffende Figur, Dr. Graham Elton, wird als geschiedener Mann Mitte fünfzig mit ausgeprägt transfeindlichen Ansichten gezeigt. Linehan, bekannt als Mit-Schöpfer der Comedy-Serie Father Ted, hat die BBC öffentlich kritisiert und argumentiert, der fiktive Arzt spiegle sein eigenes Privatleben und seine Überzeugungen wider. Er verwies auf Parallelen wie den Namen, das Alter und die Haltung der Figur in der Debatte um Transgender-Themen.
Die BBC hat diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Ein Sprecher von BBC Studios betonte, Doctors sei eine fiktive Serie und Dr. Elton basiere auf keiner realen Person. Der Sender hat sich nicht weiter zu dem Vorfall geäußert.
Linehan selbst ist in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Sein Auftritt beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wurde nach Protesten gegen seine transfeindlichen Positionen abgesagt. Seine Ex-Frau, die Schauspielerin Helen Serafinowicz, ließ sich 2020 nach anhaltenden Kontroversen von ihm scheiden. Das Paar hat zwei gemeinsame Kinder, einen Sohn und eine Tochter.
Trotz der Auseinandersetzung endete Doctors ohne weitere offizielle Stellungnahmen der BBC zu Linehans Vorwürfen. Die letzte Staffel markierte das Aus für die über zwei Jahrzehnte laufende Serie.
Die BBC hält weiterhin daran fest, dass Dr. Graham Elton eine rein fiktive Figur ist und keine Bezüge zu Linehans Leben aufweist. Bisher sind keine rechtlichen Schritte oder weitere öffentliche Reaktionen dokumentiert. Die Kontroverse reiht sich ein in die breitere Debatte über Repräsentation und reale Vorbilder in Fernsehgeschichten.






