22 April 2026, 16:14

Antimilitaristische Proteste eskalieren: Polizei räumt SPD-Zentrale und Rüstungsfirmen

Polizeibeamte in schwarzen Uniformen und Masken stehen vor einer Menge während einer Demonstration, mit einer Brücke und einem Gebäude im Hintergrund.

Antimilitaristische Proteste eskalieren: Polizei räumt SPD-Zentrale und Rüstungsfirmen

Antimilitaristische Proteste in Köln und Bonn – Polizei greift ein

Am 29. August 2023 kam es in Köln und Bonn zu einer Reihe von antimilitaristischen Demonstrationen. Die Aktivisten richteten sich dabei gegen Rüstungsunternehmen und politische Einrichtungen, was an mehreren Orten zu Polizeieinsätzen führte. Die Unruhen reiht sich in eine Woche ähnlicher Aktionen in der Region ein.

Der Tag begann im Bonner Stadtteil Beuel, wo sich gegen 13:50 Uhr etwa 30 bis 40 teilweise vermummte Demonstranten vor der Niederlassung von Rheinmetall AG an der Pützchens Chaussee versammelten. Sie zeigten Transparente und verteilten Flugblätter, weigerten sich jedoch, einen Sprecher zu benennen oder ihre Vermummung auf Polizeianweisung abzulegen. Da sie den Anordnungen nicht nachkamen, löste die Polizei die Gruppe auf.

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Später blockierten im Kölner Stadtteil Kalk über 200 Menschen den Zugang zum Industriegelände von Deutz AG an der Dillenburger Straße. Mit antimilitaristischen Parolen verhinderten sie den Zutritt, bis die Polizei eingriff.

Unterdessen drangen etwa 20 Protestierende gewaltsam in die SPD-Geschäftsstelle an der Magnusstraße ein. Sie besetzten das Gebäude und verweigerten das Verlassen der Räumlichkeiten, woraufhin Anzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet wurde. Drei Personen leisteten bei der Räumung Widerstand und wurden vorläufig festgenommen, später aber wieder freigelassen. Keiner der Demonstranten gab sich als Organisator zu erkennen.

Gegen Abend bestiegen die verbliebenen Aktivisten nach der Räumung der SPD-Geschäftsstelle einen Zug in Richtung Köln.

Die Proteste sind Teil der anhaltenden antimilitaristischen Kundgebungen, die seit Beginn der Woche in Köln stattfinden. Die Polizei musste mehrfach bei Störungen wie Hausbesetzungen und Blockaden eingreifen, schwere Verletzungen gab es jedoch nicht. Die Behörden beobachten die Lage weiter, während die Debatten über die Rüstungsproduktion anhalten.

Quelle