23 April 2026, 00:17

Amanda Knox unterstützt Lucy Letby – und entfacht neue Kontroversen

Altes Buch mit dem Titel 'Berichte über ausgewählte Fälle in den Gerichten von Westminster-Hall sowie die Meinung von John Lord Fortescue' ist aufgeschlagen und zeigt eine Seite mit schwarzer Tinte.

Amanda Knox unterstützt Lucy Letby – und entfacht neue Kontroversen

Amanda Knox hat sich öffentlich hinter Lucy Letby gestellt, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer Veranstaltung in London äußerte Knox emotionale Worte der Unterstützung und enthüllte, dass sie Letby einen Brief sowie ein Exemplar ihrer Memoiren geschickt habe. Dieser Schritt hat die Debatte über Knox' eigene Vergangenheit und ihr anhaltendes Engagement für Menschen, die sie für möglicherweise zu Unrecht verurteilt hält, neu entfacht.

Ihre Äußerungen fielen während einer Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mouth of the Wolf, in der sie auch über ihren Podcast zum Fall Letby und die damit verbundenen juristischen Kontroversen sprach. Bei der Veranstaltung kämpfte Knox mit den Tränen, als sie Letby aufforderte, "an der Hoffnung festzuhalten". Sie erklärte, ein Schuldspruch bedeute nicht immer Schuld – besonders dann nicht, wenn es keine eindeutigen Beweise für die Unschuld gebe. Diese Haltung spiegelt ihre eigenen Erfahrungen wider, nachdem sie 2007 im Mordfall Meredith Kercher freigesprochen worden war, ein Fall, der bis heute Kritik hervorruft.

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Knox bestätigte, dass sie Letby einen Solidaritätsbrief zusammen mit ihrem 2021 erschienenen Buch Frei (Originaltitel: Free) zugesandt habe, in dem sie ihr Leben nach dem Freispruch schildert. Die Geste folgt auf jüngste Podcast-Folgen, in denen sie den Prozess gegen Letby und die damit verbundenen offenen Fragen analysiert.

Der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, warf Knox daraufhin vor, sie "profitiere" vom Andenken an Meredith. Maresca behauptete, sie instrumentalisiere die Tragödie für Aufmerksamkeit – ein Vorwurf, dem Knox bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit ihren öffentlichen Auftritten und Medienprojekten ausgesetzt war. Knox' Unterstützung für Letby fügt der anhaltenden Diskussion über das Urteil gegen die ehemalige Krankenschwester eine weitere Facette hinzu. Ihr Engagement hat zudem die Spannungen mit der Familie Kercher wiederaufleben lassen, deren Anwalt weiterhin ihre Motive infrage stellt. Der Austausch unterstreicht die anhaltenden Folgen von Knox' eigenem Fall und ihre Rolle als Fürsprecherin für andere in ähnlichen juristischen Kämpfen.

Quelle