03 April 2026, 02:08

AfP in NRW vor Richtungsentscheid: Hunko oder Geisel als neuer Chef?

Alte Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

AfP in NRW vor Richtungsentscheid: Hunko oder Geisel als neuer Chef?

Bündnis für Fortschritt in Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf Führungswahl vor

Die Allianz für Fortschritt (AfP) in Nordrhein-Westfalen steht vor einer entscheidenden Führungswahl. Die Mitglieder müssen sich nun zwischen zwei Kandidaten entscheiden: Thomas Geisel und Andrej Hunko. Die Abstimmung wird die künftige Ausrichtung der Partei im Land prägen – Hunko gilt dabei als klarer Favorit für einen deutlichen Sieg.

Thomas Geisel, ehemaliger SPD-Politiker und heute Europaabgeordneter für die AfP, gibt sich als pragmatischer Macher. Zwar hat er sich für interne Reformen starkgemacht, stößt aber auf Widerstand bei den Anhängern von Sahra Wagenknecht. Seine Chancen, gemeinsam mit Amid Rabieh die Führung zu übernehmen, gelten als gering – zu groß ist der Widerstand aus Wagenknechts Lager.

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Andrej Hunko, bekannt für seine konsequente Haltung in der Friedenspolitik, hat bereits die Unterstützung der Landesgeschäftsführung und des Jugendverbandes der Partei. Beobachter rechnen mit einem Erdrutschsieg. Sollte er gewählt werden, dürfte Hunko die Dominanz von Wagenknechts innerem Zirkel kaum bremsen – dieser agierte in früheren Positionen stets eigenständig.

Die Wahl spiegelt die anhaltenden Spannungen innerhalb der AfP wider, die an frühere Konflikte in der Linken erinnern. Wagenknechts Verbündete stehen wegen uneingelöster Versprechen in der Kritik, was Zweifel an ihrem künftigen Einfluss nährt.

Die Abstimmung wird zeigen, ob die nordrhein-westfälische AfP einen Reformkurs einschlägt oder ihren bisherigen Weg fortsetzt. Hunkos erwarteter Sieg deutet auf Kontinuität für Wagenknechts Flügel hin, während Geisels Reformagenda kaum Rückhalt finden dürfte. Das Ergebnis wird voraussichtlich die tieferen Gräben in der Partei offenlegen.

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