1. FC Köln rutscht nach siebter Niederlage in die Abstiegsgefahr
1. FC Kölns Krise vertieft sich nach siegloser Serie
Die Probleme des 1. FC Köln haben sich verschärft, nachdem ein weiteres Spiel ohne Sieg die negative Serie auf sieben Partien ausdehnte. Die jüngste Niederlage lässt den Verein knapp über der Abstiegszone schweben. Da der FC St. Pauli droht, die Kölner weiter nach unten zu drücken, wächst der Druck auf Trainer Lukas Kwasniok.
Kwasniok übernahm im Juli 2025 das Amt in Köln und wechselte vom SC Paderborn mit einem Vertrag bis 2028. Seine Aufgabe bestand darin, den neu aufgestiegenen Klub in der Bundesliga zu halten. Er folgte auf Friedhelm Funkel und gewann schnell Vertrauen durch taktische Flexibilität. Zu seinen wichtigsten Entscheidungen zählte die Rückkehr von Verteidiger Rav van den Berg, der mit starken Leistungen überzeugte, sowie der Bundesliga-Einstand des 17-jährigen Youssoupha Niang gegen Borussia Dortmund.
Trotz dieser Maßnahmen bleiben defensive Schwächen – insbesondere bei Standardsituationen – ein Dauerproblem. Die jüngste Niederlage warf die Mannschaft auf Platz 15 zurück, nur einen Rang über dem Relegationsplatz. Ein Heimsieg des FC St. Pauli am kommenden Wochenende könnte Köln auf Platz 16 abdrängen.
Nach dem verpassten Derby-Sieg verweigerte Sportdirektor Thomas Kessler eine klare Rückendeckung für Kwasniok. "Ich werde heute Nacht darüber schlafen", sagte er und verschob damit eine Entscheidung über die Zukunft des Trainers. Später räumte Kessler ein, dass die Mannschaft dringend wieder Siege brauche: "Wir müssen unbedingt wieder dreimal drei Punkte holen."
Kwasniok hingegen zeigte sich kämpferisch. Er behauptete, die volle Unterstützung der Vereinsführung zu haben, und betonte: "Ich bin der richtige Mann am richtigen Ort mit dem richtigen Team im richtigen Verein."
Nun steht für Köln ein entscheidendes Wochenende an, in dem es darum geht, den Absturz in die unteren Tabellenränge zu verhindern. Kesslers Zögern in der Trainerfrage verleiht dem Kampf um den Klassenerhalt zusätzliche Unsicherheit. Das nächste Spiel könnte zeigen, ob Kwasnioks Selbstvertrauen berechtigt ist – oder ob Veränderungen erzwungen werden.






