31 May 2026, 00:07

Zwei Paderbornerinnen verlieren Zehntausende durch perfide Online-Betrugsmaschen

POL-PB: Widerliche Betrugsfälle: Frauen überweisen Tausende an Kriminelle

Zwei Paderbornerinnen verlieren Zehntausende durch perfide Online-Betrugsmaschen

Zwei Frauen aus Paderborn haben erhebliche finanzielle Verluste gemeldet, nachdem sie Opfer verschiedener Online-Betrugsmaschen geworden sind. Die Vorfälle, die derzeit von der örtlichen Polizei untersucht werden, unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Betrug über soziale Medien und Messengerdienste.

Eine der Geschädigten, eine 68-Jährige, fiel auf einen Liebesbetrug herein, während eine 23-Jährige über 60.000 Euro durch eine gefälschte Gewinnbenachrichtigung verlor. Die 68-jährige Frau wurde zunächst über Facebook von einer Person kontaktiert, die sich als amerikanischer Soldat ausgab. Der Betrüger behauptete, im Nahen Osten verletzt worden zu sein und dringend Geld für die medizinische Versorgung zu benötigen. Im Laufe der Zeit veranlassten wiederholte Bittgesuche um finanzielle Hilfe die Frau dazu, mehr als 80.000 Euro zu überweisen.

Ermittler des Paderborner Kriminalkommissariats konnten die in dem Betrug verwendeten E-Mail-Konten bis nach Nigeria zurückverfolgen. Dies bringt den Fall in Verbindung mit der sogenannten Nigeria-Connection, einem bekannten Zentrum für Online-Betrugsaktivitäten.

In einem separaten Fall erhielt eine 23-jährige Frau eine Nachricht, in der ihr ein hoher Bargeldgewinn versprochen wurde. Da sie das Angebot für seriös hielt, gab sie ihre vollständigen Online-Banking-Daten über einen Messengerdienst preis. Die Betrüger räumten daraufhin ihr Konto um über 60.000 Euro leer.

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Die Bank der Geschädigten hat das Konto inzwischen gesperrt, und die Polizei versucht, das gestohlene Geld über eine Rückbuchungsanfrage zurückzuholen.

Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Sie raten davon ab, persönliche oder finanzielle Daten an unbekannte Kontakte weiterzugeben – egal ob über soziale Medien, Telefonanrufe oder Messengerdienste. Die Polizei warnt zudem, dass seriöse Gewinnausschüttungen niemals Vorabzahlungen oder sensible Informationen erfordern.

Beide Fälle sind nun Teil laufender strafrechtlicher Ermittlungen. Die Polizei verfolgt weiterhin die Spuren der Täter und erinnert die Bürger daran, unaufgeforderte Angebote zu überprüfen und keine Geldbeträge an Fremde im Internet zu überweisen. Präventionstipps und weitere Hinweise finden sich unter www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

Quelle