16 April 2026, 20:10

Witten stoppt Tauben-Abwehrsystem BirdFree nach Tierschutz-Kritik

Eine Taube sitzt auf einem Metallzaun in einem Park, mit grünem Gras und gefallenen Blättern darunter, Bänken und Bäumen im Hintergrund.

Witten stoppt Tauben-Abwehrsystem BirdFree nach Tierschutz-Kritik

Wittens Plan zur Taubenpopulation nimmt überraschende Wende

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Die Stadt Witten hat ihren Ansatz zur Kontrolle der Taubenpopulation abrupt geändert. Erst vor Kurzem hatte die Kommune am Rathaus ein Abschreckungssystem namens BirdFree installiert – doch nun wurde dessen Nutzung gestoppt. Der Schritt folgt auf Bedenken von Tierschützern und dem örtlichen Veterinäramt, die mögliche Schäden für die Vögel befürchten.

Die BirdFree-Behälter waren am 17. September am Wittener Rathaus aufgestellt worden. Ihr Ziel war es, die Zahl der Tauben zu verringern, um saubere öffentliche Plätze und einen besseren Tierschutz zu gewährleisten. Doch bereits fünf Tage später kündigte Bürgermeister Lars König an, das System wieder abzuschalten.

Den Ausschlag für die Entscheidung gab ein Gespräch mit einer Tierschützerin sowie eine E-Mail des Veterinäramts des Ennepe-Ruhr-Kreises. Die Behörde warnte, dass der in BirdFree verwendete Stoff den Tauben schaden könnte. Diese Einschätzung – kombiniert mit Kritik von Tierschutzverbänden – führte zum sofortigen Stopp der Maßnahme.

Da die Behälter ab dem 24. September mit Deckeln verschlossen werden, sucht die Stadt nun nach Alternativen. Eine Option sind schräge Bretter, um die Tauben fernzuhalten. Jede neue Methode muss jedoch sowohl von der oberen als auch der unteren Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. Die Kosten für Installation und spätere Demontage des BirdFree-Systems werden noch berechnet; ein Termin für den vollständigen Rückbau steht noch aus.

Die Bemühungen Wittens zur Taubenregulierung haben nach Tierschutzbedenken eine neue Richtung eingeschlagen. Das BirdFree-System wird nicht mehr eingesetzt, und die Verantwortlichen prüfen nun andere Abschreckungsmethoden. Jeder neue Ansatz muss vor der Umsetzung sowohl naturschutzrechtliche als auch gesetzliche Vorgaben erfüllen.

Quelle