24 March 2026, 02:09

Willichs Moltkedorf-Projekt spaltet Stadt: Wohnraum vs. Grünflächen und Bürgerproteste

Große Menschenmenge marschiert mit Protestschildern und Transparenten die Straße entlang, mit Topfpflanzen rechts und einem Gebäude im Hintergrund.

Willichs Moltkedorf-Projekt spaltet Stadt: Wohnraum vs. Grünflächen und Bürgerproteste

Willich treibt ein neues Wohnbauprojekt voran, um den dringenden Bedarf an Wohnraum zu decken. Auf dem 2,9 Hektar großen Gelände, bekannt als Moltkedorf, sollen 200 Wohneinheiten entstehen – eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern. Doch das Vorhaben stößt bei Anwohnern auf heftigen Widerstand, die sich Sorgen über erhöhten Verkehr, Lärmbelastung und den Verlust von Grünflächen machen.

Nach den Plänen der Stadt soll das Moltkedorf als Hofanlage mit Zugang über die Moltkestraße und einem einseitig geführten Ringsystem für den Verkehr gestaltet werden. Parkplätze, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage sind ebenfalls in der Diskussion. Rad- und Fußwege sollen die Krusestraße mit An Liffersmühle verbinden, während Grünflächen ein gesünderes Wohnumfeld fördern sollen.

Kritik kommt jedoch von den Anwohnern, die die Dimensionen und die Dichte des Projekts bemängeln. Viergeschossige Gebäude würden direkt an Kleingärten grenzen und mit ihren hohen Wohnblöcken die Sicht versperren. Über 150 Bürger haben eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie die Stadt auffordern, den Bau zu stoppen, die Grünflächen zu erhalten und die Verkehrsplanung zu verbessern. Sie argumentieren, dass die Reduzierung öffentlicher Grünflächen zwar kurzfristig Kosten spare, der Gemeinschaft aber langfristig schade.

Das Gelände diente zuvor als Flüchtlingsunterkunft, die bis Ende des Jahres geschlossen werden soll, und war ursprünglich als Freifläche ausgewiesen. Die Anwohner fürchten zudem, dass die Neubebauung zu mehr Verkehr, höherer Lärmbelastung und Parkplatzmangel führen wird – trotz der von der Stadt vorgeschlagenen Parklösungen. In ihrer Stellungnahme fordern sie eine stärkere Bürgerbeteiligung bei der Planung.

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Das Moltkedorf-Projekt bleibt umstritten: Während die Anwohner gegen den Verlust von Grünflächen und die zunehmende Verdichtung protestieren, muss die Stadt den Spagat zwischen Wohnraumbedarf und den Bedenken der Bevölkerung schaffen. In den kommenden Monaten sind weitere Diskussionen und mögliche Anpassungen des Plans zu erwarten.

Quelle