Willich streicht Deutschlandticket für Schüler – und schränkt ihre Freiheit ein
Anton GüntherWillich streicht Deutschlandticket für Schüler – und schränkt ihre Freiheit ein
Schüler in Willich profitieren derzeit vom Deutschlandticket, das bundesweites Reisen ermöglicht. Doch das könnte sich bald ändern, denn die Stadt plant, die Förderung auf das SchokoTicket umzustellen – das jedoch nur im VRR-Netz gilt. Kritiker warnen, dass dieser Schritt die Mobilität und sozialen Chancen junger Menschen einschränken werde.
Aktuell nutzen berechtigte Schüler in Willich das Deutschlandticket für Fahrten in ganz Deutschland. Das Ticket wird vor allem von Familien geschätzt, die auf Autofahrten außerhalb des VRR-Gebiets verzichten oder sie sich nicht leisten können. Zudem fördert es selbstständiges Reisen – sei es in der Freizeit, zu Freunden oder auf Familienausflügen.
Die Stadt beabsichtigt nun, es durch das SchokoTicket zu ersetzen, das ausschließlich im VRR-Netz gilt. Diese Umstellung würde die Reiseoptionen der Schüler drastisch verringern. Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, betonte, dass die Abschaffung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch nicht schließen werde.
Die SPD lehnt die Entscheidung vehement ab. Sie argumentiert, dass der Verlust des Deutschlandtickets die Bewegungsfreiheit und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen beeinträchtigen werde. Ohne das Ticket könnten Schüler kaum noch über die Region hinausreisen, was ihre Möglichkeiten für Aktivitäten außerhalb der VRR-Zone stark einschränken würde.
Die Umstellung auf das SchokoTicket würde die Schüler auf Fahrten innerhalb des VRR-Gebiets beschränken. Familien, die auf den Öffentlichen Nahverkehr für weitere Strecken angewiesen sind, stünden vor größeren Herausforderungen. Die SPD hält die Pläne für einen Rückschritt, der die Selbstständigkeit junger Menschen und ihren Zugang zu Chancen verschlechtern werde.






