Wie Sexpuppen moderne Beziehungen und Kultur prägen – ein taz Queer Talk
Jakob MayerWie Sexpuppen moderne Beziehungen und Kultur prägen – ein taz Queer Talk
Die Veranstaltungsreihe taz Queer Talk widmet sich bald in einer Diskussion dem Thema Sexpuppen und ihrem kulturellen Einfluss. Moderiert wird der Abend von taz-Redakteur Jan Feddersen, der Expert:innen zusammenbringt, um zu ergründen, wie diese Objekte moderne Beziehungen prägen. Eine zentrale Stimme ist die Kulturwissenschaftlerin Susanne Regener, deren Forschung die Darstellung von Sexpuppen in den Medien über das letzte Jahrhundert hinweg untersucht.
Susanne Regener, emeritierte Professorin der Universität Siegen, forscht zu visueller Kultur und marginalisierten Gruppen. Ihre Arbeit beleuchtet, wie Sexpuppen vermarktet werden und wie Käufer:innen mit ihnen interagieren. Zudem analysiert sie die weiteren Auswirkungen dieser Puppen auf Geschlechterverhältnisse und soziale Ausgrenzung.
Die taz Queer Talk wird in Kooperation mit Queer Nations e.V. veranstaltet, einer Initiative, die sich für LGBTQ+-Belange einsetzt. Feddersen, der bei der taz Sonderprojekte leitet, wird durch das Gespräch führen. Regener geht es dabei nicht nur um Marketing – sie untersucht auch, wie sich die mediale Darstellung von Sexpuppen seit den frühen 1900er-Jahren gewandelt hat.
Ihre Forschung umfasst zudem KI-bezogene Themen und verbindet technologische Fortschritte mit gesellschaftlichen Veränderungen. Während aktuelle EU-Maßnahmen wie das für 2026 geplante Verbot von kindlichen Sexpuppen auf Plattformen wie Shein regulatorische Bedenken aufzeigen, liegt Regenerers Fokus auf kulturellen Erzählungen und weniger auf rechtlichen Entwicklungen.
Der anstehende taz Talk wird die vielschichtige Rolle von Sexpuppen in der modernen Gesellschaft ausleuchten. Regenerers Einblicke in mediale Darstellungen und Käuferverhalten zielen darauf ab, das öffentliche Verständnis für ihre kulturelle Bedeutung zu vertiefen. Die Veranstaltung führt die Tradition der Reihe fort, queere Perspektiven auf zeitgenössische Themen zu beleuchten.






